DFS und Droniq wollen mehr Transparenz im Drohnenverkehr schaffen
Der deutsche Flugsicherungskonzern und die Beratung für gewerbliche Drohneneinsätze sehen mehr Transparenz im bodennahen Luftraum als entscheidenden Faktor für einen sicheren Drohnenbetrieb. Hintergrund ist die stark steigende Zahl von Drohneneinsätzen für Inspektionen, Logistik, Rettungseinsätze oder private Anwendungen. Allein in Frankfurt wurden laut Droniq im April mehr als 1000 Drohnenflüge registriert. Gleichzeitig nehmen unerlaubte oder nicht eindeutig identifizierbare Drohnensichtungen zu. Behörden und Infrastrukturbetreiber stehen deshalb vor der Herausforderung, Flugbewegungen im niedrigen Luftraum besser einordnen zu können.
Zwei Firmen arbeiten an Drohnen, die ohne GPS-Signale auskommen
Die US-Technologiefirma Anello Photonics und das australische Softwareunternehmen Q-CTRL haben eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung neuer Navigationslösungen für Drohnen angekündigt. Ziel ist es, Systeme zu schaffen, die auch ohne GPS-Signale zuverlässig funktionieren.
Münchener Firma präsentiert Laserabwehr gegen Drohnen
Kleine, günstige Drohnen verändern zunehmend das Gefechtsfeld. Besonders sogenannte FPV-Drohnen gelten als schwer abzufangen, weil klassische Luftverteidigungssysteme oft zu teuer oder ungeeignet sind. Das Münchner Defence-Tech-Unternehmen Skylanx stellt deshalb auf der Übung Medic Quadriga 2026 eine modulare Plattform zur laserbasierten Drohnenabwehr vor.
Polen baut erstes EU‑weites Anti‑Drohnen‑Abwehrsystem
Polen entwickelt mit dem Programm San“ ein integriertes Anti‑Drohnen‑Verteidigungssystem im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro. Das System soll Radare, 30‑mm‑Geschütze, Raketen, elektronische Kampfführung und Abfangdrohnen in ein gemeinsames Netzwerk integrieren. Erste Batterien sollen noch dieses Jahr aufgestellt werden; vollständige Einsatzbereitschaft wird innerhalb von etwa zwei Jahren angestrebt.
Militärdrohnenmarkt wächst rasant – neue Systeme zur Drohnenabwehr entstehen
Der Markt für militärische Drohnen wächst weltweit stark. Analysten gehen davon aus, dass das Segment bis Anfang der 2030er-Jahre deutlich zulegen wird. Schätzungen zufolge lag der globale Markt Mitte der 2020er-Jahre bereits im Bereich von mehreren Dutzend Milliarden Dollar und könnte je nach Prognose bis 2030 auf rund 30 Milliarden Dollar oder bis 2032 auf etwa 40 bis 47 Milliarden Dollar steigen. In besonders weit gefassten Szenarien werden sogar Marktvolumen von bis zu 187 Milliarden Dollar bis 2034 genannt, so das Unternehmen Market News Updates.
ANA testet Drohnen für medizinische Langstreckenlieferungen
ANA Holdings, Mutter von ANA All Nippon Airways, hat erfolgreich Tests für den Transport medizinischer Güter mit Drohnen über lange Distanzen in der Präfektur Okinawa abgeschlossen. Zwischen dem 19. Oktober 2025 und dem 29. Januar 2026 wurden verschreibungspflichtige Medikamente sowie Blutproben zwischen Inseln transportiert.
EU will sich mit Aktionsplan besser gegen Drohnenbedrohungen wappnen
Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan vorgestellt, um wachsende Sicherheitsrisiken durch Drohnen zu bekämpfen. Hintergrund sind zunehmende Vorfälle wie unerlaubte Überflüge, Störungen an Flughäfen sowie Gefahren für kritische Infrastruktur und Grenzen. Der Plan setzt auf engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, bessere Erkennungssysteme und schnellere Reaktionsmöglichkeiten.
Drohnenvorfälle kosteten deutsche Luftfahrt rund eine halbe Million Euro
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR hat erstmals systematisch Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen untersucht. Die Analyse zeigt: 2024 wurden insgesamt 118 Zwischenfälle gemeldet, davon neun mit vollständiger Betriebseinstellung. Diese führten im Schnitt zu 32 Minuten Sperrung und verursachten laut der Analyse wirtschaftliche Schäden von rund einer halben Million Euro – vor allem durch Verspätungen, Umleitungen und Zusatzkosten für Airlines.
Drohnen an dänischen Flughäfen - Verteidigungsminister spricht von «hybridem Angriff»
Nach neuerlichen Drohnsichtungen über Flugplätzen und kritischer Infrastruktur über Dänemark, spricht der dänische Verteidigungsminister von einem «hybridem Angriff». Das Land denkt über die Aktivierung der Nato nach.
Flughafen Aalborg nach Sichtung von Drohnen temporär geschlossen
Der Flughafen im Norden Dänemarks ist am Mittwoch (24. September) vorübergehend geschlossen worden, nachdem mehrere Drohnen im Luftraum über dem Gelände gesichtet wurden. Die Polizei bestätigte den Vorfall und leitete Ermittlungen ein. Eurocontrol teilte mit, dass Ankünfte und Abflüge am Flughafen Aalborg bis Donnerstagmorgen um 6 Uhr Ortszeit auf null gesetzt seien. Wie viele Drohnen genau gesichtet wurden, blieb zunächst offen.
Drohnen am Flughafen Kopenhagen: Dänemarks Ministerpräsidentin spricht von «Anschlag»
Drohnen haben am Montagabend den Flughafen Kopenhagen lahmgelegt. Jetzt spricht Dänemarks Regierungschefin von einem Anschlag. Die Ermittler vermuten einen professionellen Hintergrund.
Auch in Oslo störten Drohnen den Betrieb
Nach Kopenhagen war der Flughafen der norwegischen Hauptstadt betroffen: Am späten Montagabend (22. September) meldete die norwegische Polizei Drohnensichtungen im Bereich Gardermoen. Gegen 22.30 Uhr ging der erste Hinweis ein, der Betrieb am Flughafen Oslo wurde auf eine Piste konzentriert.
Drohnenverkehr: Easa zertifiziert Anra Technologies als ersten U-Space-Anbieter
Die europäische Luftsicherheitsagentur hat erstmals ein U-Space-Zertifikat an einen Anbieter vergeben. Die Auszeichnung ging an Anra Technologies und markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einem europaweit harmonisierten und skalierbaren Drohnenverkehr.
Drohnen inspizieren Delta-Flotte
Sie heißen Reba und Dolly und helfen Technikern von Delta, schneller und mit weniger Risiko zu arbeiten. Drohnen kommen bei der Fluggesellschaft künftig standardmäßig in der Wartung zum Einsatz.
10.10.24 - 18:39
Drohnensichtungen behindern seit Tagen Flugverkehr in Dublin
In Dublin kommt es seit letzter Woche zu Drohnensichtungen über dem Flughafen. Erinnerungen an Gatwick im Dezember 2018 werden wach.
07.02.23 - 14:16
Korean setzt auf Drohnenschwärme, Lufthansa zögert
Die Lufthansa-Gruppe hat ein Projekt mit Wartungsdrohnen nicht abgeschlossen. Auch andere Fluglinien zögern. Korean Air plant dagegen den Einsatz im Schwarm.