Die Drohne neben dem Heck eins Airbus-Jets von Austrian Airlines. Sie nimmt jede Sekunde ein hochauflösendes ...

Test in der Lufthansa-GruppeAustrian checkt Flugzeuge jetzt per Drohne

Drohnen-Einsatz bei Austrian Airlines: Die kleinen Flieger untersuchen Jets automatisiert auf Schäden. Auch andere Lufthansa-Fluglinien könnten bald darauf setzen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wenn in der Luftfahrt von Drohnen die Rede ist, geht es meist um die Gefährdung von Flugzeugen und die Frage, wie man Airports schützen kann. Doch die kleinen Fluggeräte können auch sehr nützlich sein. So kommen Drohnen etwa schon bei Untersuchungen von Flugunfällen zum Einsatz. Und auch der Überprüfung von intakten Jets könnten sie als fliegende Helfer eine Zukunft haben, wie Austrian Airlines nun zeigt.

Seit Mitte des Jahres testet die österreichische Lufthansa-Tochter Drohnen des französischen Start-ups Donecle, um Flugzeuge auf Lack- und Strukturschäden zu überprüfen. Dabei führt die Drohne mittels Laser-Technologie und unter Aufsicht eines Flugzeugtechnikers Inspektionen am Äußeren des Fliegers durch. Das System fliegt vom Start bis zur Landung sämtliche Bereiche des Flugzeuges selbständig ab und die Drohne nimmt jede Sekunde ein hochauflösendes Bild auf.

Checks dauern deutlich kürzer

Mit diesen Bildern erkennt eine Software automatisch Schäden an Struktur und Lack des Fliegers, wie zum Beispiel fehlende Aufkleber. Der Flugzeugtechniker hat die Möglichkeit, die Schäden am Tablet im Detail zu begutachten und einen Report für das Wartungsteam zu erstellen. «Die Drohne leistet die Vorarbeit und beschleunigt die Überprüfung, die letzte Entscheidung liegt aber beim Flugzeugtechniker», erklärt die Airline.

Zur Vorbereitung erhalten die Techniker Theorie- und Praxistraining. «Die geringere Dauer des Checks – weniger als zwei Stunden anstatt zuvor vier bis zehn Stunden – schafft auch eine schnellere Verfügbarkeit der Flugzeuge im täglichen Betrieb», lobt Austrian.

Zurzeit nur Airbus, bald auch Embraer

Aktuell werden die Überprüfungen mit der Drohne nur an der Airbus-Flotte von Austrian durchgeführt. Die Airline plant aber, die autonomen Flugzeugchecks künftig aber auch auf andere Modelle auszuweiten. So sollen noch im September die 17 Embraer-Flieger von Austrian Airlines mit der neuen Technologie überprüft werden.

«Eine weitere Möglichkeit wäre, die Drohne bei unseren Technik-Partnerbetrieben weltweit einzusetzen», sagt Austrians Technikchef Michael Kaye. «So könnten wir uns in Wien ein genaues Bild von Lackierarbeiten machen, die an einem anderen Standort durchgeführt werden.»

Setzen auch Lufthansa bald auf die Drohnen?

Der Test bei Austrian läuft noch bis Ende des Jahres. Ist er erfolgreich, könnten die Drohnen auch eine Zukunft bei anderen Airlines der Lufthansa-Gruppe haben. «Austrian Airlines fungiert als Testcase innerhalb der Lufthansa Group und entwickelt gemeinsam mit Donecle die Technologie mit den Erfahrungen aus dem Linienbetrieb weiter», schreiben die Österreicher. Den Ausgangspunkt für den Drohnen-Einsatz bildete ein Ideenwettbewerb bei Lufthansa Systems. Bei einer Start-up-Challenge präsentierte sich die Drohnenfirma Donecle und erarbeitete gemeinsam mit Lufthansa Technik Einsatzmöglichkeiten.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Fotos und ein Video von den Drohnen-Einsätzen bei Austrian Airlines.

Mehr zum Thema

Drohne fängt Drohne per Netz: Tests von Flugsicherung und Bundeswehr.

Wer schützt deutsche Flughäfen vor Drohnen?

Ausschnitt eines sogenannten Orthomosaiks, bestehend aus 59 überlappenden Fotos, aufgenommen aus 50 Metern Höhe. Unten rechts ein reingezoomter Abschnitt.

Drohnen helfen, Flugunfälle aufzuklären

Computersimulation: Drohnen als Gefahr für Flugzeuge.

Drohnen richten größeren Schaden an als Vögel

Kabinencrew von Austrian Airlines: Charakteristisches Rot.

Austrian Airlines plant neue Uniformen zum 70-jährigen Jubiläum

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies