Drohnen-Verbotszone um Gatwick: Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen.

Nach Gatwick-ChaosFlughäfen suchen Lösungen für Drohnen-Problem

Der Flugstopp in Gatwick kostete Flughafen und Fluggesellschaften viel Geld und Passagiere Geduld. Nun überlegt man in der Branche, wie man so etwas verhindern kann.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Mehr als einen Tag lang ging in Gatwick gar nichts – und das alles wegen ein paar Drohnen. Die unbemannten Flugobjekte tauchten immer wieder im Flughafenbereich auf und machten so sichere Starts und Landungen unmöglich. Inzwischen sind zwei Personen in dem Zusammenhang verhaftet, aber am Sonntag (23. Dezember) wieder freigelassen worden, wie die Polizei von Sussex mitteilt.

Derweil geht es in der Branche nun darum, wie man solche Vorfälle in Zukunft verhindern kann. Nach dem Zwischenfall wiederholen Branchenvertreter überall ihre Forderungen nach einer Registrierungspflicht für Drohnen – auch in Deutschland, wo sie etwa der Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft aufstellte. Doch ob eine solche in diesem Fall wirklich genutzt hätte, ist unklar. Immerhin handelte es sich bei der Störung in Gatwick um eine vorsätzliche Tat, bei der die Täter unerkannt bleiben wollten.

Drohnen stören und orten

Dazu kann man sich mit Einzelteilen leicht selbst eine Drohne bauen, die unerkannt bleiben kann. Eine Registrierung könnte höchstens helfen, Piloten ausfindig zu machen, die aus Versehen den Flugbetrieb gefährden. Auch die Batterien sind heute kein Problem mehr, wenn jemand vorsätzlich Drohnen einsetzt. Sie halten bis zu drei Stunden. Störsender können umgangen werden.

Um Szenarios wie das in Gatwick zu verhindern, arbeiten Unternehmen weltweit an Technologien, die die Drohnen an Flughäfen exakt orten und in einigen Fällen auch Signale der Drohnen stören und sie so flugunfähig machen könnten. So hat sich Airbus etwa mit dem Unternehmen Dedrone zusammengetan. Der Konzern hat eine Technik namens Smart Responsive Jamming Technology entwickelt. Diese ist in der Lage, die Frequenz einer Drohne zu stören, ohne in anderen Funkverkehr zu intervenieren. So wäre es möglich, zu verhindern, dass Drohnen sich in Sperrgebiete vorwagen.

Tests in Großbritannien

Ein weiterer Anbieter solcher Technik ist das Unternehmen Altitude Angel. Erst Ende November hat es gemeinsam mit der britischen Flugsicherung Nats am Flughafen Manchester einen Test absolviert, in dem ein Szenario mit einer kriminell eingesetzten Drohne getestet wurde. Dieser Test sei erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen mit. Laut der Zeitung The Guardian soll es im kommenden Jahr an sechs weiteren Flughäfen im Vereinigten Königreich getestet werden.

Am Flughafen Gatwick ist man allerdings skeptisch. Man teste schon seit geraumer Zeit immer wieder Technik, die Drohnen findet oder für einige Zeit außer Gefecht setzt. «Derzeit gibt es aber keine Technologie auf dem Markt, die eine so lange und noch nie dagewesene Attacke wie diese hätte verhindern können», so ein Sprecher zum Guardian.

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

ticker-london-gatwick-lgw

Wechsel beim Flughafen London- Gatwick: Pierre-Hugues Schmit übernimmt Chefposten

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack