Behörden warnenLaserattacken und Schüsse: Drohnen-Panik in New Jersey gefährdet Flugzeuge

Seit Wochen beunruhigen Sichtungen unbekannter Flugobjekte Menschen in New Jersey. Die Behörden beruhigen und erklären das Phänomen. Doch der Schaden ist angerichtet - und das gefährdet auch den Luftverkehr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Seit Wochen beunruhigen sie Bürgerinnen und Bürger. Immer wieder werden unbekannte Flugobjekte über New Jersey und anderen Bundesstaaten im Nordosten der USA gesichtet. Lange Zeit waren die Behörden nicht in der Lage, Antworten auf das Phänomen zu geben. Sie erklärten lediglich, dass die Objekte keine Gefahr für die Öffentlichkeit oder die nationale Sicherheit darstellen.

Beruhigt hat das die Bevölkerung nicht. Sie fordert Klarheit. Und nicht nur übereifrige Lokalpolitikerinnen und -politiker fördern die Panik zusätzlich. Der republikanische Kongressabgeordnete Jeff Van Drew goss ebenfalls Öl ins Feuer und erklärte, er habe aus einer Quelle in der Regierung gehört, es handle sich um eine Drohnenarmee des Iran, die von einem Mutterschiff vor der Küste der USA aus operiere. Im Verteidigungsministerium in Washington wurde das umgehend dementiert. «In der Aussage steckt keinerlei Wahrheit», ließ es verlauten.

FBI: «Überreaktion»

Bei einer Pressekonferenz vergangenen Samstag (14. Dezember) erklärten das FBI und das Innenministerium dann, «dass weniger als 100 der rund 5000 Hinweise» überhaupt untersuchungswürdig seien. Das Ausmaß der Drohnenaktivitäten sei wahrscheinlich weitaus geringer als gemeldet. Es komme gerade zu einer «Überreaktion». Die Sichtungen seien «eine Kombination aus legalen kommerziellen Drohnen, Hobby-Drohnen und Drohnen der Strafverfolgungsbehörden sowie bemannten Starrflüglern, Hubschraubern und Sternen, die fälschlicherweise als Drohnen gemeldet wurden».

Die Behörden fanden heraus, dass die Zeitpunkte und Dichte der gemeldeten Sichtungen mit den nächtlichen Ankunftsmustern der New Yorker Flughäfen Newark, JFK und LaGuardia übereinstimmen. «Eine Modellierung, die darauf hindeutet, dass die bemannte Luftfahrt häufig mit der unbemannten Luftfahrt oder Drohnen verwechselt wird», zitiert die Zeitschrift Scientific American die Behörden. Zudem benutzen immer mehr Menschen Drohnen, was bedeute, dass mehr Menschen sie am Himmel bemerkten.

Gefährliche Folgen

Der Schaden ist jedoch bereits angerichtet. Denn wie das FBI berichtet, kommt es, seit das Phänomen ein nationales Nachrichtenthema geworden ist, zu einer Häufung von Laserattacken. Menschen richten Strahlen auf vermeintlich fremde Flugobjekte, treffen aber an- oder abfliegende kommerzielle Flugzeuge. Das ist eine Gefahr. So können dadurch Pilotinnen und Piloten verletzt werden. Bei verschmutzten, feuchten oder zerkratzten Windschutzscheiben sorgen Streueffekte aber auch für eine verminderte Sicht. Laser auf Flieger zu richten, ist deshalb strafbar.

Nicht nur Laser sind aber ein Problem. Die Behörden befürchten auch, dass Menschen «möglicherweise mit Waffen auf etwas schießen, das sie für eine Drohne halten, das aber ein bemanntes Flugzeug sein könnte», so das FBI.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Delta Air Lines und Drohne: Wartung soll schneller funktionieren.

Drohnen inspizieren Delta-Flotte

Eine Drohne und ein Verkehrsflugzeug: In Dublin kommen sich beide in den letzten Tag of nah.

Drohnensichtungen behindern seit Tagen Flugverkehr in Dublin

Ausschnitt eines sogenannten Orthomosaiks, bestehend aus 59 überlappenden Fotos, aufgenommen aus 50 Metern Höhe. Unten rechts ein reingezoomter Abschnitt.

Drohnen helfen, Flugunfälle aufzuklären

Laserstrahl: Grüne sind gefährlicher als rote.

Warum Laserpointer wirklich gefährlich sind

Video

Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies