Ausschnitt eines sogenannten Orthomosaiks, bestehend aus 59 überlappenden Fotos, aufgenommen aus 50 Metern Höhe. Unten rechts ein reingezoomter Abschnitt.

Britische Behörde begeistertDrohnen helfen, Flugunfälle aufzuklären

Drohnen sind nicht nur eine Gefahr für die Luftfahrt. Die britische Behörde für Flugunfalluntersuchungen lobt sie ausdrücklich als hilfreiches Mittel zur Untersuchung von Unglücken.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Drohnen kommen Flugzeugen gefährlich nahe oder kollidieren sogar mit ihnen. Um diese Gefahren geht es meistens, wenn sich die Luftfahrt mit den kleinen Flugobjekten beschäftigt. Doch die ferngesteuerten Fluggeräte haben auch ihre Vorzüge, wie die britische Flugunfallbehörde deutlich macht. Die Air Accidents Investigation Branch nutzt Drohnen an Unfallorten und zeigt sich begeistert.

«Luftbilder sind sehr nützlich für die Unfalluntersuchung», so die Behörde. «Sie können das gesamte Gelände vom ersten Aufprallpunkt bis zu dem Ort erfassen, an dem das Wrack zum Liegen kommt.» Spuren im Boden und die Verteilung der Trümmer würden so helfen, zu erkennen, wie der Flieger aufschlug. Außerdem zeigten die Bilder Hindernisse wie Bäume und Gebäude und bei großen Fliegern auch die Schäden an der Oberseite der Maschinen.

Vorteile gegenüber Helikoptern

Die Behörde setzt seit 2014 Drohnen an Unfallorten ein. Sie sieht in ihnen bei den Luftaufnahmen eine gute Alternative zu Helikoptern. «Sie können nahe an Bäumen und Trümmern fliegen und ohne störenden Rotorabwind Nahaufnahmen machen», so die Air Accidents Investigation Branch. Auch bei schlechter Sicht und niedrigen Wolken seien sie einsatzfähig. «Unsere aktuelle Drohne ist in der Lage, hochqualitative Fotos und Videos und bei einer Windstärke von bis zu 37 Kilometer pro Stunde zu machen.»

Spezialsoftware erlaube es auch, 3D-Modelle zu erstellen und sogenannte Orthomosaike. Dabei handelt es sich um Bilder, die aus vielen Luftaufnahmen zusammengesetzt sind und eine Perspektiv- und Maßstabskorrektur beeinhalten. Das Ganze funktioniert, «indem die Drohne so programmiert wird, dass sie in einem Gittermuster fliegt und automatisch eine Reihe von überlappenden Aufnahmen macht, wobei die Kamera um 90 Grad nach unten zeigt», erklärt die Behörde. Dies dauere einige Minuten, gefolgt von einigen Stunden Verarbeitung durch einen Computer.

Einweisung von Teammitgliedern

3D-Modelle verwende man, «um Messungen an einer Unfallstelle bis zu einer Genauigkeit von einem Zentimeter durchzuführen, basierend auf Bildern, die aus einer Höhe von 40 Metern aufgenommen wurden». Das sei exakter als Messungen mit einem tragbaren GPS-Gerät, loben die Briten. «Diese Modelle sind ein nützliches Werkzeug für die Einweisung von Teammitgliedern, die noch nicht an der Unfallstelle waren, denn durch das Rein- und Raus-Zoomen und Drehen des Modells können sie sich leichter ein Bild von dem Ort machen, als wenn sie Fotos nutzen.»

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie, wie Drohnen von der Air Accidents Investigation Branch genutzt wurden.

Mehr zum Thema

Ausschnitt aus dem chinesischen Fernsehen: Ab etwa der Hälfte ist das Experiment zu sehen.

Was passiert, wenn eine Drohne auf einen Flieger trifft

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Das Kleinflugzeug nach dem Absturz in Gloucestershire: Der Pilot überlebte leicht verletzt.

Bauteil aus dem 3D-Drucker führte zum Absturz eines Kleinflugzeugs

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies