Drohne: «Gerade Multikopter dieser Größenordnung können beträchtlichen Schaden an einem Triebwerk anrichten.»

Vorfall in ZürichFlog Drohne bewusst in Anflugschneise?

Ein Besitzer steuerte seine Drohne in die Anflugschneise des Flughafens Zürich. Die Ermittler hegen den Verdacht, dass er besonders spektakuläre Aufnahmen machen wollte.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die zwölf Besatzungsmitglieder und die 185 Passagiere auf Flug LX294 vom 5. Mai 2017 hatten schon mehr als achteinhalb Stunden Flug hinter sich. Sie waren mit dem Airbus A330 von Swiss in Dar es Salaam gestartet und befanden sich an jenem Morgen um 6:15 Uhr bereits im Landeanflug auf Piste 34 in Zürich. Alles verlief ganz normal – bis sich der Kontrollturm bei den beiden Piloten meldete. Die Losten warnten vor einer großen Drohne.

Die Piloten des vor dem A330 landenden Flugzeuges hatten in der Anflugschneise auf rund 5000 Fuß oder rund 1520 Meter ein Flugobjekt entdeckt, wie es in einem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust heißt, der am Montag (2. Oktober) veröffentlicht wurde. Die Cockpitbesatzung der Swiss-Maschine hielt selbst nach der Drohne Ausschau. Für ein Ausweichmanöver war es da schon zu spät.

Durchmesser von rund einem Meter

Für zwei Sekunden entdeckten die beiden A330-Piloten die Drohne dann auch. Sie konnten gerade noch erkennen, dass es sich um ein Fluggerät mit mehreren Rotoren und einem Durchmesser von rund einem Meter handelte. Dann flogen sie «geschätzte zehn Meter» unter ihm durch. Dabei ist glücklicherweise nichts passiert.

Die Behörde warnt aber jetzt noch einmal eindringlich. Ohne Gegenmaßnahmen auf europäischer Ebene sei «eine Kollision mit einem Verkehrsflugzeug in geringen Flughöhen vor dem Hintergrund des starken Drohnenaufkommens nur noch eine Frage der Zeit», schreibt die Sust. «Gerade Multikopter dieser Grössenordnung können beträchtlichen Schaden an einem Triebwerk anrichten oder dieses sogar in Brand setzen und stellen somit eine Gefährdung der Verkehrsfliegerei dar.»

Neue Regeln in Deutschland

Diese Warnung wird noch eindrücklicher, wenn man den Verdacht der Schweizer Ermittler zur Kenntnis nimmt. Auffällig im vorliegenden Fall sei, dass sich die Drohne «über dem Wegpunkt MILNI etwa auf der gemäß ILS-Anflug zu erwartenden Höhe von 5000 Fuß AMSL befand. Damit ist denkbar, dass die Position und Höhe der Drohne in der Absicht, Nahaufnahmen der anfliegenden Verkehrsflugzeuge zu machen, bewusst gewählt worden ist.»

Deutschland hat auf den 1. Oktober neue Regeln eingeführt. Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen mit einer feuerfesten Plakette mit dem Namen und der Adresse des Eigentümers versehen werden. Dies ermöglicht im Schadensfall die Feststellung des Halters. Ab einem Gewicht von zwei Kilogramm ist zudem ein Kenntnisnachweis erforderlich, also eine Prüfung abzulegen.

Mehr zum Thema

ticker-swiss

Bucher liefert Module zur Modernisierung von Airbus A330 und Boeing 777 von Swiss

Jubiläumsflieger von Lufthansa, Mail des Vorstands (Faksimile): Die Gruppe spart kräftig

Lufthansa Group verordnet Einstellungsstopp, Reiseverbot und Budgetkürzungen

ticker-swiss

Premiere im Airbus A350: Swiss baut System zum leichteren Schließen von Gepäckfächern in ihre Flugzeuge ein

ticker-swiss

Swiss verlängert Dubai-Flugstopp bis Juli

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies