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Gezielter Angriff

Lachmöwe bringt kommerzielle Drohne zum Absturz

Drohnen können für Flugzeuge gefährlich werden. Nun zeigte ein Vogel einer Drohne, wie schlimm ein Zusammenstoß enden kann.

Lachmöwe: Die Drohne störte sie offenbar.

Drohnen gelten in der Luftfahrt als Sicherheitsrisiko. Immer wieder musste in den letzten Jahren der Flugbetrieb an Flughäfen vorübergehend gestoppt werden, weil sich solche unbemannten Fluggeräte in den Anflugschneisen befanden. Das ist gefährlich. Denn ein Zusammenstoß mit einem Flugzeug kann zu einem Ausfall der Triebwerke führen.

Nun hat aber eine Drohne zu spüren bekommen, was ein Zusammenstoß bedeuten kann. Wie die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde berichtet, ließ ein kommerzieller Anbieter am 8. Juli im schottischen Stranraer eine rund sechs Kilogramm schwere Drohne steigen, um damit Dächer von Häusern zu inspizieren. Doch nach kurzem Flug wurde das Fluggerät von einer Lachmöwe angegriffen.

Drohnen schlimmer als Vögel

Der Angriff des Vogels hatte Folgen. Der rechte Propeller der Drohne fiel dadurch aus, wie das Air Accidents Investigation Branch AAIB in einem Bericht schreibt. Und so wurde das Teil mit einem Durchmesser von rund 64 Zentimeter unkontrollierbar und stürzte ab.

Damit ist der Drohne passiert, was Drohnen mit Flugzeugen anrichten können. Gemäß einer Untersuchung der Luftfahrtbehörde der USA kann der Zusammenstoß eines unbemannten Fluggeräts mit einem Flieger schlimme Folgen haben. Aufgrund ihrer steifen Materialien richteten Drohnen größere Schäden an als Vögel, die zum größten Teil aus Wasser bestünden, so die Experten der FAA.



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