Bericht zu Crash von Jeju Air: Südkorea erteilte über 22 Jahre Betriebsgenehmigungen, obwohl Sicherheitsvorschriften missachtet wurden
Nach dem Crash einer Boeing 737-800 von Jeju Air im Dezember 2024 mit 179 Todesopfern hat der südkoreanische Rechnungshof schwere Versäumnisse bei der Flugsicherheit festgestellt. Dem Bericht zufolge genehmigte das Verkehrsministerium über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg fehlerhafte Sicherheitsstrukturen an mehreren Flughäfen, berichtet Chosun Ilbo.
Regierungsbericht: Ohne Betonwall am Pistenende hätten Insassen der Boeing 737 von Jeju Air Überlebenschance gehabt
Ein von der südkoreanischen Regierung beauftragter Simulationsbericht kommt laut einer Abgeordneten zum Schluss: Das Unglück von Jeu Air am Flughafen Muan im Dezember 2024 wäre wahrscheinlich nicht tödlich ausgegangen, wenn am Pistenende kein Betonbauwerk für eine Localizer-Antenne gestanden hätte. Die Boeing 737-800 setzte nach einem Vogelschlag mit eingefahrenem Fahrwerk auf, rutschte über die Bahn und explodierte erst beim Aufprall auf den Betonsockel; nur zwei Flugbegleiter überlebten. In der Simulation hätte das Flugzeug ohne Hindernis nach rund 770 Metern gestoppt. Das Landministerium räumte dem Parlament demnach erstmals ein, die Anlage habe Sicherheitsstandards nicht erfüllt und hätte bei einem Umbau 2020 bruchfähig ausgeführt werden müssen.