Bericht zu Crash von Jeju Air: Südkorea erteilte über 22 Jahre Betriebsgenehmigungen, obwohl Sicherheitsvorschriften missachtet wurden

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Nach dem Crash einer Boeing 737-800 von Jeju Air im Dezember 2024 mit 179 Todesopfern hat der südkoreanische Rechnungshof schwere Versäumnisse bei der Flugsicherheit festgestellt. Dem Bericht zufolge genehmigte das Verkehrsministerium über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg fehlerhafte Sicherheitsstrukturen an mehreren Flughäfen, berichtet Chosun Ilbo.

Beim Unfall in Muan war die Boeing 737 mit dem Kennzeichen HL8088 gegen ein Betonfundament für eine Antenne des Localizers geprallt. Von den 181 Menschen an Bord überlebten nur zwei. Laut Rechnungshof wurde die Antennenanlage auf einem 2,4 Meter hohen Betonwall errichtet, um Baukosten zu sparen. Internationale Standards verlangen jedoch, dass solche Strukturen bei einem Aufprall leicht nachgeben. Die Behörde stellte fest, dass das Ministerium insgesamt 14 nicht regelkonforme Anlagen an acht Flughäfen genehmigt hatte, darunter in Muan, Gimhae und Jeju.

Zudem seien über bis zu 22 Jahre hinweg Betriebsgenehmigungen erteilt und Inspektionen bestätigt worden, obwohl die vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt gewesen seien. Der Bericht nennt insgesamt 30 Fälle von Fehlverhalten oder Verfahrensmängeln, auch beim Schutz vor Vogelschlägen.

Das Verkehrsministerium erklärte, die Ergebnisse zu akzeptieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Anlagen sowie zur stärkeren Vogelschlagprävention einzuleiten.

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