Nach Jeju-Air-TragödieSüdkorea findet an sechs weiteren Flughäfen problematische Bauten mit Antennen

Das südkoreanische Verkehrsministerium hat nach dem Unglück von Jeju Air alle 14 großen Flughäfen des Landes nochmals inspiziert. Dabei fand es mangelhafte Bauten wie die mauer in Muan an sechs weiteren Airports.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Viele Fragen zum Unglück von Flug 7C-2216 mit 179 Todesopfern sind noch ungeklärt. Und Antworten auf sie zu finden, ist für die Ermittlungsbehörden zuletzt nicht einfacher geworden. Denn Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass die Aufzeichnungen der Blackbox unvollständig sind. Sowohl beim Flugdatenschreiber als auch beim Stimmenrekorder fehlen die letzten vier Minuten.

Eines ist aber klar. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Tragödie hatte die Mauer hinter Landebahn 19 des Muan International Airport. Auf ihr waren die Antennen des Instrumentenlandesystems ILS angebracht. Die Boeing 737-800 von Jeju Air krachte nach dem Rutschen ohne Fahrwerk mit hohem Tempo in sie, zerschellte und fing Feuer.

Fragwürdige Bauten mit ILS-Antennen

Gemäß der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation Icao müssten alle Bauwerke, die sich näher als 300 Meter von der Landebahnschwelle entfernt befinden, eigentlich zerbrechlich und so niedrig wie möglich sein. Dies wird erreicht, indem man leichtere Materialien verwendet, die bei einem Aufprall brechen, sich verformen oder nachgeben. Im Jargon spricht man von Frangibility. Das passierte in Muan nicht.

Seither hat das südkoreanische Verkehrsministerium alle 14 großen Flughäfen des Landes nochmals unter die Lupe genommen. Bei den Inspektionen zwischen dem 2. und 8. Januar haben die Fachleute an sieben Airports ähnliche Bauten mit ILS-Antennen festgestellt. Auch sie wurden aus harten Materialien wie Beton gebaut, die den Schaden potenziell verschlimmern könnten, der bei einem Zusammenstoß mit einem Flugzeug entsteht.

Betonsockel und massiv Stahlkonstruktionen

In Gwangju, Yeosu und Pohang-Gyeongju gibt es ebenfalls Hügel mit Betonstrukturen, auf denen die Antennen angebracht sind. Am Flughafen Gimhae International in Busan und am Sacheon Airport gibt es Betonsockel, die teilweise über den Boden hinausragen. Und am Jeju International Airport existiert eine massive Struktur aus H-Trägern aus Stahl, wie die Zeitung Korea Joong Ang Daily berichtet.

Die Regierung verlangt jetzt schnelle Korrekturen. Die grundlegenden Verbesserungen sollen bis Ende Januar durchgeführt werden, alle Maßnahmen bis zum Ende des Jahres.

Mehr zum Thema

Die letzten vier Minuten der Boeing 737 von Jeju Air fehlen auf der Blackbox

Die letzten vier Minuten der Boeing 737 von Jeju Air fehlen auf der Blackbox

Warum haben zwei Crewmitglieder den Crash von Jeju Air überlebt?

Warum haben zwei Crewmitglieder den Crash von Jeju Air überlebt?

Glasfaser-Pfosten der Anflugbefeuerung: Zerbrechen bei einem starken Aufprall.

Warum Zerbrechlichkeit bei Flughäfen etwas Gutes ist

ticker-jeju-air-scaled

Regierungsbericht: Ohne Betonwall am Pistenende hätten Insassen der Boeing 737 von Jeju Air Überlebenschance gehabt

Video

airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack
bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack