Eine Boeing 737-800 von Jeju Air und der Flugverlauf vom 19. Oktober: Drei Stunden lang flog der Jet der koreanischen Airline im Kreis.

BangkokBoeing 737 von Jeju Air fliegt 27 Schleifen

Kurz nach dem Start in Bangkok begann eine Crew der koreanischen Jeju Air Schleifen zu fliegen - und erklärte dann Luftnotlage. Drei Stunden lang flog die Boeing 737 im Kreis.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Normalerweise geht Jeju-Air-Flug 7C2252 von Bangkok nach Busan nicht über den Golf von Thailand, der südlich der thailändischen Hauptstadt liegt. Die Jets der koreanischen Billigairline starten zwar gen Süden, drehen dann aber direkt nach Osten ab und fliegen schließlich nach Nordosten. Am Donnerstag (19. Oktober) lief es jedoch anders.

Die Boeing 737-800, die Flug 7C2252 durchführte, drehte nicht nach Osten ab, sondern flog bis über den Golf von Thailand, drehte dort nach Westen und begann, Schleifen zu fliegen. Kurz bevor die Maschine die zweite Runde beendet hatte, hörte sie auf zu steigen und flog nun auf einer Höhe von rund 2600 Metern. In der fünften Runde sank sie auf 2150 Meter.

Luftnotlage nach einer Stunde und zehn Minuten

Zu Beginn der zehnten Runde - rund eine Stunde und zehn Minuten nach dem Start in Bangkok - wechselte die Cockpitcrew laut den Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar auf Transpondercode 7700 und erklärte damit Luftnotlage. Erst in der 28. Runde verließ die Boeing 737 ihre Schleifenroute, die sie drei Stunden geflogen war. Rund eine Viertelstunde später landete der Jet wieder am Airport Bangkok-Suvarnabhumi.

Jeju-Air hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert. Generell melden Cockpitcrews mit dem Transpondercode 7700 eine Luftnotlage, wenn eine ernste und unmittelbare Gefahr droht. Der Grund dafür ist aber nicht fest definiert - es kann beispielsweise ein technischer Defekt am Flugzeug oder ein medizinischer Notfall an Bord der Maschine sein.

Treibstoff für Flug von knapp fünfstündigen Flug

Dass ein Flugzeug kurz nach dem Start lange Zeit Schleifen fliegt, deutet darauf hin, dass die Crew Treibstoff verbrauchen will. Denn leerere Tanks reduzieren die Risiken bei der Landung. Und die Boeing 737 hat keine Möglichkeit zum Treibstoffschnellablass (Fuel Dumping). Ebenfalls kann es sein, dass die Jeju-Air-Crew - vor allem bei den ersten Runden vor Erklären der Luftnotlage - versuchte, ein Problem in den Griff zu bekommen.

Der Flug von Bangkok in die südkoreanische Hafenstadt Busan dauert normalerweise etwas weniger als fünf Stunden. Die am 19. Oktober eingesetzte Boeing 737-800 ist 15 Jahre alt und fliegt seit dem Jahr 2016 für Jeju Air. Zuvor war das Flugzeug für Ryanair unterwegs.

Der Start der Flugroute im normalen Verlauf - hier vom 18. Oktober. Bild: Screenshot flightradar24.com

Mehr zum Thema

Erste Boeing 737 Max für Jeju Air gesichtet

Erste Boeing 737 Max für Jeju Air gesichtet

Boeing 737 Max 8 in den Farben von Jeju Air: Die Billigairline baut aus.

Jeju Air bleibt Boeing treu

Die etwa kurios anmutende Flugroute: Von Düsseldorf nach Hannover.

Boeing 737 Max von Tuifly bei Landung weiter vom Ziel entfernt als beim Start

boeing 737 max 10 island

Boeing treibt Arbeiten an neuem Flugzeugmodell voran - und das soll größer als die 737 Max werden

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies