Unglücksflug 7C-2216Piloten von Jeju Air sprachen über Vogelschwarm unterm Flugzeug

Dem tödlichen Unglück einer Boeing 737 der koreanischen Fluggesellschaft im Dezember ging ein Vogelschlag voraus. Zur Katastrophe von Jeju Air gibt es nun genauere Informationen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am 29. Dezember verunglückte Jeju-Air-Flug 7C-2216 am Flughafen Muan in Südkorea. Die Cockpitcrew der Boeing 737-800 meldete nach einem Vogelschlag einen Notfall, startete durch, landete aus entgegengesetzter Richtung ohne Fahrwerk, schlitterte die Piste entlang und krachte in eine Mauer. 179 von 181 Menschen an Bord der Maschine starben.

Im Januar wurde dann bekannt: Der Mayday-Funkspruch geschah um 08:59 Uhr, die Kollision mit der Mauer um 09:03 Uhr. Doch die entscheidenden Minuten dazwischen haben Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder des Jets nicht mehr aufgezeichnet.

Vogelschwarm unterm Flugzeug

Nun hat das südkoreanische Verkehrsministerium jedoch detailliertere Informationen dazu veröffentlicht, was zuvor geschah, wie die Nachrichtenagentur Yonhap und das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald berichten. Demnach wurde die Crew um 08:57:50 Uhr von der Flugsicherung vor der Gefahr eines Vogelschlags gewarnt.

Um 08:58:11 sprachen Kapitän und Kopilot über einen Vogelschwarm unter dem Flugzeug. Die Rekorder des Flugzeuges zeichneten ab 08:58:50 Uhr nicht mehr auf - hier könnte aufgrund eines Vogelschlag in den Triebwerken die Energieversorgung der Blackbox unterbrochen worden sein, auch wenn eigentlich eine Ersatzbatterie hätte einspringen sollen.

Blut und Federn an beiden Triebwerken

Der Mayday-Funkspruch geschah gegen 08:58:50 - die Angabe beruht auf den Daten der Flugsicherung, da die Rekorder des Flugzeuges zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr funktionierten. Um 09:02:57 kollidierte das Flugzeug dann mit der Mauer.

Später wurden Federn und Blut von einer Art Enten an beiden Triebwerken gefunden. All diese Informationen des Ministeriums stammen aus einem vorläufigen Bericht zu dem Unglück, den die Hinterbliebenen der Opfer laut den Pressberichten am Samstag (25. Januar) erhielten und der am Montag (27. Januar) veröffentlicht werden soll.

Mehr zum Thema

Die letzten vier Minuten der Boeing 737 von Jeju Air fehlen auf der Blackbox

Die letzten vier Minuten der Boeing 737 von Jeju Air fehlen auf der Blackbox

Südkorea findet an sechs weiteren Flughäfen problematische Bauten mit Antennen

Südkorea findet an sechs weiteren Flughäfen problematische Bauten mit Antennen

Warum haben zwei Crewmitglieder den Crash von Jeju Air überlebt?

Warum haben zwei Crewmitglieder den Crash von Jeju Air überlebt?

ticker-easyjet

Vogelschlag: Airbus A320 von Easyjet nach Edinburgh muss nach dem Start nach Genf zurückkehren

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack