Boeing 737 von Eastar Jet: Die Airline ist abgeschlagen.

Jeju Air will nicht mehrGeplatzter Verkauf lässt Eastar Jet zittern

Jeju Air will die kleinere Konkurrentin nicht mehr übernehmen. Das stellt das Überleben der südkoreanischen Billigairline Eastar Jet infrage.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im vergangenen Dezember waren sich die beiden Parteien einig. Jeju Air unterzeichnete einen Vorvertrag zur Übernahme von 51 Prozent der Konkurrentin Eastar Jet. Der Kaufpreis wurde auf 69,55 Milliarden Won oder umgerechnet 51 Millionen Euro festgelegt. Als dann die Corona-Krise immer heftiger wurde, verhandelte die Käuferin über eine Reduktion des Preises. Man einigte sich auf 54,5 Milliarden Won  - rund 20 Prozent weniger als ursprünglich ausgehandelt.

Doch inzwischen will Jeju Air gar nicht mehr. «Es ist bedauerlich, dass wir uns entschieden haben, den Deal trotz der Absicht der Regierung, ihn zu unterstützen, aufzugeben», teilte die größte südkoreanische Billigairline mit. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Pandemie seien zu groß.

Hohe Schulden als Stolperstein

Eastar gefällt das gar nicht. «Wir fordern Jeju Air nachdrücklich auf, die Übernahme durchzuziehen, und wir werden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, damit Jeju die Verantwortung für das Scheitern übernimmt» kommentierte Geschäftsführer Kim You-sang gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap. Das Verkehrsministerium verlangt dagegen vom Management von Eastar einen Plan B.

Der kleineren Billigairline geht es schlecht. «Es scheint sehr unsicher zu sein, dass Eastar den Betrieb im Moment normalisieren kann», sagte ein Vertreter der Regierung gemäß Yonhap. Man werde der Airline helfen, wenn sie eine Idee vorlege, wie es nun weitergehen soll. Es ist allerdings unsicher, ob Eastar einen neuen Investor finden kann. «Eastars Kapitalerosion und das Wachstum der Schulden scheinen ein Stolperstein zu sein» kommentierte ein Analyst gegenüber der Agentur.

Vor 13 Jahren wurde Eastar gegründet

Eastar ist nach Jeju Air, Jin Air und T.Way mit einem Marktanteil von rund zehn Prozent die viertgrößte Billigairline auf dem sehr umkämpften südkoreanischen Markt. Die Fluggesellschaft war 2007 gegründet worden und besitzt heute eine Flotte von 18 Boeing 737. Damit beförderte sie 2019 3,4 Millionen Passagiere.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack