Mehr als jeder dritte Fluggast weiß nicht, dass man bei Evakuierungen das Gepäck zurücklassen soll
Die Internationale Luftverkehrsvereinigung Iata hat eine neue Studie veröffentlicht. Zwar gaben 80 Prozent der Befragten an, zu wissen, wie sie sich im Notfall verhalten müssen. Doch nur 61 Prozent wussten, dass persönliches Gepäck beim Verlassen des Flugzeugs zurückgelassen werden sollte. Jeder zehnte Reisende räumte sogar ein, trotz entsprechender Anweisungen sein Gepäck mitnehmen zu wollen oder anderen dabei zu folgen, heißt es von der Organisation.
«Save a Life, Not a Bag»: Iata startet Kampagne gegen Mitnahme von Handgepäck bei Evakuierungen
Der Airline-Dachverband Iata (International Air Transport Association) hat eine neue Sicherheitskampagne namens «Save a Life, Not a Bag» («Rette ein Leben, keine Tasche») gestartet. Gemeinsam mit Behörden wie der Easa und der FAA will die Organisation Fluggäste dafür sensibilisieren, bei einer Flugzeug-Evakuierung kein Handgepäck mitzunehmen.
Porter Airlines wird Iata-Mitglied
Die kanadische Fluggesellschaft ist dem Airline-Dachverbandes Iata (International Air Transport Association) beigetreten. Die Mitgliedschaft folgt auf den erfolgreichen Abschluss des Iata Operational Safety Audit (Iosa) für die Flotte aus Embraer E195-E2 im Februar 2026 und soll die internationale Entwicklung von Porter Airlines unterstützen.
Lufthansa Group, Air France-KLM, Qatar Airways und Co. dabei: Iata-Allianz zur Sicherung von CO₂-Zertifikaten für Corsia
Die Internationale Luftverkehrsvereinigung hat die Supporting Alliance for Corsia EEU Supply ins Leben gerufen. Ziel ist es, bis zum Frühjahr 2027 zwischen 225 und 250 Millionen für das Klimaschutzprogramm Corsia zugelassene Emissionszertifikate bereitzustellen.
Iata baut Fracht-Abrechnungssysteme in Lateinamerika aus
Der internationale Luftfahrtverband treibt den Ausbau seiner Frachtdienstleistungen in Lateinamerika voran. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung des Cargo Accounts Settlement System CASS, das die Abrechnung zwischen Fluggesellschaften, Spediteuren und Frachtagenten vereinfacht, so die Iata in einer Mitteilung.
Iata entwickelt neue Plattform zur schnelleren und genaueren Gepäckverfolgung
Die Internationale Luftfahrtvereinigung hat mit dem Baggage Community System eine neue digitale Plattform für den Austausch von Gepäckdaten vorgestellt. Ziel ist es, die Einführung des modernen Nachrichtenstandards BIX zu beschleunigen und gleichzeitig die Kompatibilität mit älteren Systemen sicherzustellen, so die Iata. Bislang werden viele Gepäckinformationen noch über sogenannte Type-B-Nachrichten auf Telex-Basis übertragen. Diese gelten als langsam, teuer und technisch überholt.
Mehr als 29.000 Vorfälle am Boden: Iata fordert Flughafenfahrzeuge mit Kollisionsschutzsystemen
Die International Air Transport Association drängt auf eine konsequentere Umsetzung globaler Standards, modernere Bodengeräte und mehr Digitalisierung im Ground Handling. Dadurch sollen Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit verbessert werden. Laut Iata gab es 2025 bei fast 40 Millionen Flügen keine tödlichen Unfälle im Bodenbetrieb und nur eine schwere Verletzung. Gleichzeitig bleiben Schäden an Flugzeugen am Boden ein großes Problem. Mehr als 29.000 solcher Vorfälle wurden im vergangenen Jahr registriert.
Iata erwartet Verdopplung der globalen Flugnachfrage bis 2050
Die internationale Luftfahrtorganisation Iata rechnet bis 2050 mit einer mehr als verdoppelten Nachfrage im Luftverkehr. In der mittleren Prognose steigt die Verkehrsleistung von neun auf rund 20,8 Billionen Passagierkilometer, was einem jährlichen Wachstum von 3,1 Prozent entspricht.
Iata: Unfallrate verbessert sich leicht auf 1,32 Unfälle pro eine Million Flüge
Die internationale Luftfahrt bleibt sehr sicher, doch 2025 gab es mehr Todesopfer als im Jahr zuvor. Laut dem Jahresbericht des Branchenverbands International Air Transport Association Iata ereigneten sich bei 38,7 Millionen Flügen weltweit 51 Unfälle. 2024 waren es 54 bei 37,9 Millionen Flügen.
Globaler Luftfrachtmarkt wuchs 2025 - nur Nordamerika im Minus
Der internationale Airline-Dachverband Iata meldet für den globalen Luftfrachtmarkt für 2025 ein solides Wachstum. Die Nachfrage, gemessen in Frachttonnenkilometern, stieg im Gesamtjahr um 3,4 Prozent, während die Kapazität um 3,7 Prozent zunahm. Im Dezember lag das Nachfrageplus bei 4,3 Prozent. Gleichzeitig gingen die durchschnittlichen Erträge 2025 um 1,5 Prozent zurück – der geringste Rückgang seit drei Jahren –, blieben aber deutlich über dem Vorkrisenniveau von 2019.
Iata meldet für 2025 neue Höchstwerte im Passagierverkehr
Die weltweite Nachfrage nach Flugreisen hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Wie der internationale Airline-Dachverband Iata mitteilte, stieg die Nachfrage gemessen in Passagierkilometern (Revenue Passenger Kilometers, RPK) im Gesamtjahr um 5,3 Prozent gegenüber 2024. Die angebotene Kapazität wuchs mit 5,2 Prozent nahezu im Gleichschritt. Die durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge erreichte mit 83,6 Prozent einen Rekordwert.
Iata und CFM International verlängern Abkommen zur Triebwerkswartung
Der Airline-Dachverband Iata und der Triebwerkshersteller CFM International haben ihre Vereinbarung zur Förderung des Wettbewerbs im Wartungs-, Reparatur- und Überholungsmarkt bis Februar 2033 verlängert. Ziel ist es, Airlines mehr Auswahl und geringere Kosten im Triebwerks-Aftermarket zu ermöglichen.
Fünf zentrale Risiken für die Luftfahrt 2026
Der Airline-Dachverband präsentiert Herausforderungen und Risiken für seine Mitglieder im Jahr 2026. Wenig begeistert zeigt sich die Iata dabei unter anderem von Künstlicher Intelligenz.
1,2 Milliarden Dollar: In welchen Ländern am meisten Einnahmen von Airlines blockiert sind
Die Luftfahrtbranche kämpft weiterhin mit erheblichen nicht rückführbaren Einnahmen. Laut IAder IataA waren Ende Oktober 2025 weltweit 1,2 Milliarden Dollar an Airline-Geldern durch staatliche Restriktionen blockiert. Gegenüber April 2025 ist das nur eine leichte Verbesserung um 100 Millionen Dollar. Rund 93 Prozent der Summe entfallen auf Afrika und den Nahen Osten. Die Organisation fordert Regierungen auf, zugesicherte Rechte aus bilateralen Luftverkehrsabkommen einzuhalten und Währungsrückführungen ohne Verzögerung zu ermöglichen. Einschränkungen reichen von komplizierten Genehmigungsprozessen bis zu Devisenmangel.
Nachhaltiger Flugkraftstoff: Iata warnt vor geringerem Wachstum und hohen Kosten beim SAF
Der Airline-Dachverband warnt vor einer deutlichen Abschwächung des Wachstums bei nachhaltigem Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF). Für 2025 rechnet die Branche nur noch mit 1,9 Millionen Tonnen SAF – halb so viel wie erwartet und lediglich 0,6 Prozent des globalen Kerosinverbrauchs. 2026 soll die Produktion auf 2,4 Millionen Tonnen steigen. Ursache der sei fehlende politische Unterstützung, während SAF weiterhin bis zu fünf Mal teurer ist als fossiler Treibstoff, so die Iata. Für 2025 entstehen der Branche demnach Mehrkosten von 3,6 Milliarden US-Dollar.
Iata erwartet stabile Airline-Gewinne 2026 trotz anhaltender Belastungen
Die Luftfahrtbranche soll 2026 laut der Iata einen Nettogewinn von 41 Mrd. USD erzielen, leicht mehr als 2025. Die Gewinnmarge bleibt mit 3,9 Prozent jedoch unverändert gering. Pro Passagier bleiben den Airlines im Schnitt 7,90 Dollar. Die Umsätze steigen auf rund 1,053 Billionen Dollar, angetrieben durch Rekord-Auslastungen von 83,8 Prozent und 5,2 Milliarden erwartete Reisende.
Können Sie Fluggesellschaften am Kürzel erkennen?
Meist sind es zwei Buchstaben, manchmal versteckt sich auch eine Zahl im zweistelligen Kürzel, welches eine Fluggesellschaft vor ihre Flugnummern setzt. Ein Quiz.
5G- und 6G-Netze: Iata warnt vor Sicherheitslücke
Der Airline-Dachverband fordert die Internationale Fernmeldeunion (ITU) und nationale Regulierer auf, 5G- und künftige 6G-Netze so zu gestalten, dass sie Funkhöhenmesser und andere sicherheitsrelevante Bordsysteme nicht stören. Vor der Weltfunkkonferenz 2027 arbeitet die ITU an Vorgaben für den globalen Netzausbau. Die Iata legte dazu ein Papier vor, das betont, dass Spektrumentscheidungen reale Flugbedingungen berücksichtigen müssen – etwa Starts, Landungen, Schlechtwetter und Notlagen.