Altersgrenze für Piloten, GPS-Jamming, Unfallermittlungen - Iata bringt 14 Arbeitspapiere zur Icao-Versammlung ein

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Wenn am 23. September in Montreal die Icao-Versammlung startet, wird die Iata mit einem ganzen Paket an Forderungen auftreten. Insgesamt 14 Arbeitspapiere hat der Airline-Dachverband eingereicht – mit Themen von nachhaltigem Treibstoff bis zu Passagierrechten.

Besonders drängt die Iata auf mehr Unterstützung bei der Produktion nachhaltiger Treibstoffe. Ohne zusätzliche Anreize für Hersteller drohten Kostensteigerungen, wenn Staaten Quoten vorschreiben, ohne dass genügend SAF verfügbar ist.

Auch beim globalen Klimaschutzinstrument Corsia mahnt die Organisation Klarheit an. Nationale Alleingänge mit neuen Steuern und Abgaben untergrüben die Glaubwürdigkeit des Systems, das eigentlich bis 2035 Milliarden an Klimafinanzierung generieren soll.

Darüber hinaus kritisiert die Iata geplante Änderungen bei der Besteuerung von Airlines. Würden Staaten künftig Einnahmen am Ort des Umsatzes versteuern, drohe ein massiver Verwaltungsaufwand, der im schlimmsten Fall sogar zu Doppelbesteuerung führen könnte.

Ein weiteres Dauerthema sind die Passagierrechte. Laut Iata sorgen unterschiedliche nationale Regeln für ein unübersichtliches Flickwerk. Reisende würden dadurch verwirrt, Airlines aber immer stärker belastet. Die Organisation fordert eine Rückkehr zu den Icao-Kernprinzipien.

Auch bei der Sicherheit sieht die Iata Handlungsbedarf. So müssten sicherheitsrelevante Funkfrequenzen vor Störungen durch den Ausbau von 5G geschützt werden. Zudem mahnt sie die Staaten, Unfallberichte schneller und vollständiger zu veröffentlichen – zuletzt blieb fast die Hälfte aller Unfälle ohne abschließende Analyse.

Zunehmende GPS-Störungen in Konfliktregionen sind ein weiteres Thema. Die Iata fordert bessere Koordination zwischen Militär und Zivilluftfahrt, robustere Technik und gezielte Trainings für Crews und Lotsen.

Schließlich geht es auch um die Zukunft im Cockpit: Die Iata setzt sich dafür ein, die Altersgrenze für Piloten von 65 auf 67 Jahre anzuheben – mit der Bedingung, dass mindestens ein Flugzeugführer jünger ist und medizinische Checks vereinheitlicht werden.

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