Dreamliner von Ethiopian Airlines: Großmacht in Afrika.

Von Guinea bis ZambiaEthiopian kauft sich afrikanische Airlines zusammen

Die Fluglinie kauft sich groß: Ethiopian Airlines kauft sich eine Beteiligung an der anderen. Sie will so gesetzliche Hindernisse überwinden und von der geplanten Öffnung Afrikas profitieren.

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In den nächsten 20 Jahren wird der afrikanische Mittelstand von heute 216 Millionen auf 527 Millionen Haushalte wachsen, wie die Ökonomen von Oxford Economics prophezeien. Entsprechend wird die Zahl der Passagiere auf Flügen innerhalb von Subsahara-Afrika um 6,2 Prozent pro Jahr zunehmen.

Davon profitieren die afrikanischen Fluggesellschaften noch wenig. Die einzelnen Märkte sind noch national organisiert und abgeschottet. Zwar haben 23 Staaten im Februar ihre Absicht bekräftigt, ein Open-Skies-Abkommen umzusetzen. In Kraft ist es aber noch nicht.

Unzählige Beteiligungen

Das weiß auch Ethiopian Airlines. Die Fluggesellschaft träumt deshalb schon lange von einer neuen panafrikanischen Fluggesellschaft, um damit vor allem mit den Golfairlines konkurrieren zu können. Noch gibt es aber erst erste Gespräche und noch keinerlei konkrete Pläne.

Darum baut sich Ethiopian Airlines auf dem Kontinent nach und nach ein Beteiligungsnetz zusammen, um so in den einzelnen Märkten Fuß fassen zu können und auf die Öffnung vorbereitet zu sein. Seit 2008 ist sie an Asky Airlines in Togo beteiligt. Sie hält einen 40-Prozent-Anteil. Fünf Jahre später stieg sie mit 49 Prozent bei Malawian Airlines ein. Kommendes Jahr startet die neue Zambia Airways, an der Ethiopian Airlines mit 45 Prozent beteiligt ist.

Auch Risiko

Damit nicht genug. Auch bei der neuen Nationalairline von Tschad ist Ethiopian Arlines mit 49 Prozent mit an Bord. Diskussionen gibt es auch in Guinea, wo bald Guinea Airlines starten soll. Mit dabei sind die Äthiopier mit 49 Prozent. Und auch bei Eritrean Airlines wollen sie einsteigen. Genauso bei Nigeria Air.

In Mozambique besitzt Ethiopian Airlines eine Tochter, Ethiopian Mozambique Airlines. Dass eine solche Strategie nicht zwingend gut geht, hat man zuletzt bei Etihad Airways und früher auch bei Swissair gesehen. Sie bindet nicht nur Kapital, sondern auch Managementressourcen.

Größte Fluggesellschaft des Kontinents

Ethiopian Airlines besitzt heute eine Flotte von 90 Flugzeugen. In sieben Jahren sollen es 125 sein. Mit 11 Millionen Passagieren jährlich ist die inzwischen die größte Fluggesellschaft des Kontinents. Sie bedient 132 Ziele in 74 Ländern.

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