Flieger von Ethiopian: Der blinde Passagier reiste wohl im Frachtraum mit.

Ethiopian steigt in Malawi ein

Die äthiopische Fluggesellschaft hilft dem südostafrikanischen Staat, eine neue Nationalairline zu schaffen. Sie wird Großaktionärin von Malawi Airlines.

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Schon mehrere Male versuchte die Regierung, Air Malawi loszuwerden. Nun klappte es. Aber nur über einen Umweg. Im Februar stellte die nationale Fluglinie des südostafrikanischen Landes ihren Betrieb ein. Daraufhin wurde eine Nachfolgegesellschaft geplant und nun auch gegründet. Sie hat auch wieder solide Aktionäre. Wie die Regierung bekannt gab, ist Ethiopian Airlines mit 49 Prozent Großaktionärin der neuen Malawi Airlines. Noch hält der Staat 51 Prozent. Doch er will 31 Prozent an lokale Investoren weiterreichen, wie Regierungsvertreter Jimmy Lipunga Anfang Juli gemäß der Zeitung Nyasa Times erklärte.

Ethiopian investiert rund 9,8 Millionen Dollar in die neue Fluggesellschaft. Das Geld wird in der Form von Flugzeugen eingebracht. Die Äthiopier übergeben Malawi Airlines eine Boeing B737-800 und eine Bombardier Dash 8 Q-400. Die neue Fluglinie will den Betrieb schon bald aufnehmen.

Chronische Verspätung

Für Ethiopian soll die malawische Hauptstadt Lilongwe zum neuen Drehkreuz werden - nach Addis Abeba und Lomé in Togo. Mit dieser Strategie will die Fluggesellschaft am Wachstum auf dem afrikanischen Markt teilhaben. Sie ist bereits mit 40 Prozent an der togolesischen Asky beteiligt.

Air Malawi hatte am Ende eine Flotte bestehend aus einer B737-500, einer B737-300 und einer ATR 42. Die Airline ging wegen chronischer Verspätungen und Annullierungen pleite. Sie saß am Ende auf einem Schuldenberg von Dutzenden Millionen Kwacha - mehreren Hunderttausend Euro.

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