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2011

Als Etihad bei Air Berlin einstieg, Boeing die 747-8 präsentierte und aeroTELEGRAPH startete

aeroTELEGRAPH feiert den zehnten Geburtstag. Wir nutzen die Gelegenheit für einen Rückblick, wie die Luftfahrtwelt in unserem Gründungsjahr aussah.

Keith Luke/Unsplash

Konfettiregen: Wir haben etwas zu feiern.

Internetjahre sind ein bisschen wie Katzenjahre. Zehn Jahre sind eine Ewigkeit. Dasselbe gilt auch für die Luftfahrtbranche. Airlines entstehen und verschwinden, Flugzeuge kommen auf den Markt, andere gehen in Rente. Daher sind wir bei aeroTELEGRAPH fast ein bisschen schockiert, dass wir jetzt so alt sind.

Am 1. Juni 2011 legten wir los. Das Ziel: Wir wollten Luftfahrtnachrichten mit spannenden Hintergründen bieten, die journalistisch und modern aufbereitet sind. Dieses Ziel ist gleich geblieben– und unser Angebot haben wir in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebaut – auch dank Ihres Feedbacks, liebe Leserinnen und Leser.

Wie lang diese zehn Jahre sind, zeigt ein Blick darauf, was uns 2011 bei der Berichterstattung über die Luftfahrt alles beschäftigt hat. Hier ein kleiner Überblick über wichtige Ereignisse aus unserem Gründungsjahr.

Aufarbeitung des Absturzes von Flug AF447

Die Blackbox des 2009 abgestürzten Air-France-Fluges AF447 wurde gefunden. In der Folge zeigte sich, dass eine vereiste Pitotsonde zu falschen Geschwindigkeitsangaben im Cockpit geführt hatte, die Piloten falsch darauf reagierten und schließlich zu einem Strömungsabriss führte. Die Auswertung der Blackbox ergab, dass die Crew mit der Situation überfordert war. In der Folge wurde auch die Ausbildung angepasst, um auf derartige Zwischenfälle besser reagieren zu können.

Präsident von Frankreich war damals noch Nicolas Sarkozy. Und der, so konnte man bei uns lesen, reiste fast ausschließlich im Flugzeug und nicht mit der Bahn.

Air Berlin mit neuer Investorin

Air Berlin existierte noch. Und erhielt mit Etihad Airways eine neue Investorin. Die Golfairlines wurden damals zur Bedrohung für Lufthansa und Co. 

Erfolgreiche und weniger erfolgreiche neue Flieger

Airbus gab 2011 die Lancierung des A320-Neo-Programms bekannt. Mittlerweile fliegen bald 2000 der Jets in aller Welt herum.

Weniger erfolgreich lief es für die Boeing 747-8. Der Hersteller präsentierte sie 2011 auf der Pariser Luftfahrtschau in Le Bourget erstmals. Inzwischen wurde die Einstellung des Programms bekannt gegeben.

À propos neue Flugzeuge: Der Dreamliner wurde erstmals ausgeliefert – an die japanische All Nippon Airways. Er war damals das modernste Passagierflugzeug auf dem Markt.

Bio-Treibstoffe in den Kinderschuhen

Eine Frage, die die Branche auch vor zehn Jahren schon beschäftigte: Wie macht man Fliegen umweltverträglicher? Und auch damals war eine der Antworten alternative Treibstoffe. KLM etwa testete Flüge mit ranzigem Öl. Bis Flüge mit Bio- oder synthetischen Treibstoffen Normalität werden, dürften wohl noch mindestens weitere zehn Jahre vergehen.

Aer Lingus steht zum Verkauf

Die irische Aer Lingus stand zum Verkauf, der Staat wollte sich von seinen Anteilen trennen. Als Interessenten wurde von irischen Medien unter anderem die Lufthansa-Gruppe gehandelt, ebenso wie die International Airlines Group IAG, zu der Aer Lingus mittlerweile gehört. Der Kauf durch klappte allerdings erst im Jahr 2015.

Ein anderes Geburtstagskind

Übrigens: Auch IAG ist im Jahr 2011 entstanden. Willie Walsh, inzwischen Chef des Airline-Dachverbands Iata, orchestrierte die Gründung durch die Fusion von British Airways und Iberia. Inzwischen gehören neben Aer Lingus auch noch Vueling, Air Europa und Level zum Konzern.

Wissen Sie noch…?

Erinnern Sie sich noch an den Wahlkampfjet von Donald Trump im Jahr 2016? Vor zehn Jahren stellte der mittlerweile Ex-Präsident das Innere seiner Boeing 757 erstmals vor. 

Ebenfalls Vergangenheit: Kingfisher Airlines. Die Fluggesellschaft des indischen Geschäftsmanns Vijay Mallya begann langsam, in die Krise zu schlittern. Mittlerweile ist sie Geschichte.



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