Pariser Flugschau Le Bourget

Grosse Show mit kleinem Star

Am 20. Juni öffnet in Paris mit Le Bourget die grösste Flugschau der Welt. Sie verspricht einige Überraschungen.

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Auf der letzten Schau im Jahr 2009 feierte der Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace mit 2000 Ausstellern und rund 138‘000 Besuchern den hundertsten Geburtstag – und das mitten in der Wirtschaftskrise, unter der auch die Luftfahrtbranche ächzte. Das hat Spuren hinterlassen: «Die meisten grossen Firmen haben ihre Budgets um zehn bis 30 Prozent gekürzt», teilen die Veranstalter der Messe mit. Aber das hat auch einen Vorteil: Newcomer und kleinere Firmen hätten auf dem Schlüssel-Event der Branche dadurch die Möglichkeit, sich hervorzutun, so die Veranstalter. Sie versprechen daher auch eine überragende Woche.

Bei den grossen der Branche wird Boeings neues Grossraumflugzeug 747-8 mit Spannung erwartet. Im Pariser Flugsalon soll die Maschine ihr internationales Debut geben – wenn sie denn überhaupt antritt: Kurz vor der Flugschau kann Boeing immer noch nicht garantieren, dass die Maschine in der Lage ist, den Atlantik zu überfliegen. Konkurrent Airbus tritt ebenfalls mit einem Grossraumflieger an: Dem A350-XWB.

Auch bei den Kurzstreckenfliegern liefern sich die beiden Luftfahrtriesen ein Duell. Airbus war hier zuerst am Zug. Anfang des Jahres gab der französische Konzern die Lancierung der A 320-Neo-Reihe bekannt. «Neo» steht für «New Engine Option» - moderne und neuere Triebwerke also. Mit Spannung wird erwartet, wie Boeing jetzt darauf reagiert.

Fokus auf die Umwelt

Im Fokus stehen aber laut der Veranstalter umweltfreundliche Technologien. Der wahre Star in Paris ist demnach auch das Schweizer Solarflugzeug Solar Impulse. Im Mai hat der Pilot André Borschberg mit dem von Sonnenenergie betriebenen Flieger den ersten internationalen Flug von Payerne nach Brüssel absolviert. Trotzdem wird es für den Flieger schwer, sich in der Branche zu integrieren: So wirklich mithalten kann das Flugzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern mit den etablierten Jets nämlich noch nicht.

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