Kingfisher Airlines steht auf der Kippe.

Kingfisher vor dem Aus?

Die Flugstreichungen der indischen Airline schaden dem gesamten Reisesektor. Die indische Regierung verliert deshalb nun langsam die Geduld.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Mehr als 160 Flüge hat die strauchelnde Kingfisher Airlines in den vergangenen sechs Tagen gestrichen (aeroTELEGRAPH berichtete). Die Auswirkungen bekommen inzwischen alle Reisenden in Indien zu spüren: Wie die indische Economic Times berichtet, sind die Preise für Flugreisen auf den hoch frequentierten Routen um bis zu 100 Prozent angestiegen. Aber auch auf anderen Strecken erhöhten sie sich um 20 bis 40 Prozent. Sowohl für private Reisen als auch geschäftliche Trips hat das Folgen. Passagiere und Unternehmen überlegen sich zweimal, ob sie nun wirklich die erhöhten Preise zahlen, oder lieber abwarten, bis die Situation sich entspannt, heißt es aus dem Tourismusverband.

Damit greift die Krise im Luftfahrtsektor Indiens nun auf den gesamten Reisemarkt über. Der Regierung bereitet das offenbar Kopfzerbrechen. Laut der Times of India hat sie die Fluggesellschaft nun aufgefordert, Details ihres Restrukturierungsplans offenzulegen, um eine noch schlimmere Krise abzuwenden. Die Regulierungsbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat zu den Flugstreichungen nun Untersuchungen eingeleitet, wie der Behördenchef Bharat Bhushan in einem Interview mit der Economic Times erklärt. Das Problem müsse man dringend lösen. Denn: Kingfisher verzeichnete zwar die größten Ausfälle, war aber nicht die einzige Airline mit Streichungen. Auch bei anderen privaten Fluggesellschaften wie SpiceJet und IndiGo fielen Flüge aus - ohne, dass ein genauer Grund genannt wurde.

Lizenz in Gefahr

Bis zum 25. November will man sich ein ausführliches Bild von Finanzstabilität und Sicherheit der Fluggesellschaften machen. «Unser Ziel ist es, sicher zu gehen, dass Airlines in Zeiten finanzieller Probleme nicht an der Sicherheit sparen», so Bhushan. Bis die aktuelle Flotte sämtlichen Standards 100-prozentig entspreche, darf keine der Airlines sie ausbauen, sagt er weiter. Die Behörde geht sogar so weit, dass die die Lizenz der Fluggesellschaften nicht erneuert, wenn diese aus Geldgründen nicht in der Lage sind, den Passagieren zu garantieren, dass sie von A nach B kommen. Bei Kingfisher könnte das bald der Fall sein.

Die Airline hat auf diese Bekanntmachung bereits reagiert. Der Grund für das partielle Grounding sei, dass man 30 Flieger der Flotte überhole. Die Fluggesellschaft garantiert aber, dass zu keinem Zeitpunkt mehr als drei Maschinen am Boden bleiben. Ob es dem Unternehmen gelingt, sich wieder zu berappeln, bleibt laut Luftfahrtexperten fraglich. Schulden in Milliardenhöhe und nicht bezahlte Treibstoffrechnungen dürften schwer auf Vijay Mallyas Gemüt lasten. Der Unternehmer ist der Besitzer von Kingfisher Airlines und macht vor allem die indische Regierung für die Krise verantwortlich.

Auf seiner Twitter-Seite macht er seiner Wut Luft: «Jede andere Regierung setzt alles daran, den Airlines ihres Landes zu helfen. In Indien zahlen sie zu hohe Steuern und Gebühren. Ich frage mich, warum?», so Mallya. Außderdem widersprach er Gerüchten, dass die Fluggesellschaft die Regierung und Banken um Geld gebeten hätte. Medien hatten zuvor berichtet, dass solche Anfragen erfolglos gewesen seien.

Mehr zum Thema

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Dassault Rafale C der Indian Air Force: Die Armee will sich modernisieren.

Indiens Milliarden-Poker um eine schlagkräftigere Luftwaffe

ticker-indien

Lockheed Martin, Embraer oder Airbus? Indien will 60 neue Militärtransporter

ticker-star-air

Flughafen Solapur erhält ab August wieder Star-Air-Flüge nach Mumbai

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack