MS-21-300-Testflieger: Einer mit russischem Triebwerk (links), einer mit amerikanischem.

Volga-Dnepr hat InteresseRussland plant MS-21- und Superjet-Frachter

Die russischen Flugzeuge Superjet und MS-21 sollen nicht nur den Passagiermarkt erobern. Auch Cargo-Varianten sind in Planung. Ein potenzieller Erstkunde steht bereit.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Russlands Priorität beim Superjet ist, den Flieger russischer und verlässlicher zu machen. Bei der Irkut MS-21 liegt der Fokus auf der erfolgreichen Zertifizierung des Flugzeugs und auf der geplanten Erstauslieferung im Frühjahr 2022. Bei beiden Fliegern stehen außerdem längere Versionen zur Debatte. Doch jetzt kommt ein ganz neuer Aspekt hinzu.

Denn das Luftfahrtkonsortium UAC, zu dem Superjet und Irkut MS-21 gehören, arbeitet an Frachtversionen der beiden Flugzeuge. Das sagte Irkut-Manager Oleg Gulyaev laut der Nachrichtenagentur Interfax. Als potenzielle Käufer nannte er die russische Post sowie private Frachtunternehmen mit dem Fokus auf E-Commerce.

Superjet-Frachter in zwei Jahren bereit?

Durch den Online-Handel, bei dem viele verhältnismäßig kleine und leichte Pakete schnell transportiert werden müssen, sind zunehmend auch kleinere Flugzeuge als Frachter gefragt, nicht mehr nur Riesen wie Boeing 777 oder Antonov An-124. Umbaufrachter von Boeing 737 und Airbus A321 sind daher aktuell sehr beliebt, auch Lufthansa Cargo bekommt mindestens zwei A321-Cargoflieger. Die MS-21 spielt ebenfalls in dieser Größenordnung.

Einen Superjet-Frachter könnte es in rund zwei Jahren geben, sagte Gulyaev. Für eine mögliche Cargoversion der MS-21 nannte er keinen Zeitplan. Allerdings hat sich dafür schon ein potenzieller Erstkunde zu Wort gemeldet: die Volga-Dnepr-Gruppe.

Potenzieller Erstkunde schon gefunden

Die Volga-Dnepr-Führung um Chef Alexey Isaykin traf sich in der vergangenen Woche auf der Luftfahrtschau Maks in Moskau mit Vertretern von Irkut. «Während des Besuchs erörterten die Unternehmen die Möglichkeit der Produktion einer Frachterversion», schreibt Volga Dnepr. «Angesichts der Kapazitätsengpässe, der steigenden Nachfrage nach Frachtern und des weltweit zunehmenden Frachtaufkommens befindet sich die Irkut Corporation in einer günstigen Position, um mit dem Frachterprogramm zu beginnen.»

Weiter heißt es: «Die Volga-Dnepr-Gruppe könnte ein möglicher Erstkunde für die Frachterversion der MS-21-200 werden.» Die MS-21-200 ist die geplante kleinere Variante der MS-21 mit einer Länge von 36,98 Metern. Derzeit in der Flugerprobung befindet sich die größere MS-21-300, welche es auf eine Länge von 42,3 Metern bringt.

Volga-Dnepr für Frachtriesen bekannt

Die Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr selber betreibt nur große Flieger vom Typ Antonov An-124 und Ilyushin Il-76. Allerdings gehört zur Gruppe etwa auch die Tochter Aviatrans Cargo Airlines, die mit kleineren Boeing 737-400 und -800 Fracht fliegt. Die Tochter Air Bridge Cargo setzt wiederum auf große Boeing 747 und Boeing 777.

Mehr zum Thema

Irkut MS-21-300 beim Testflug: 2022 soll sie bei Airlines in Betrieb gehen.

MS-21 soll im nächsten Sommer bei Rossiya abheben

Irkut MS-21: Drei Varianten geplant.

Irkut will die MS-21 strecken

... als der russische Superjet ...

United Aircraft brütet über Stretch-Superjet

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin