Irkut MS-21-300: The aircraft should convince in its own country first.

International auf der BremseMS-21 und Superjet sollen zuerst in Russland überzeugen

International ist der Superjet bisher ein Flop. Nun will Russland erst einmal den Erfolg in der Heimat sicherstellen. Das gilt auch für die neuen Irkut MS-21 und Illyushin Il-114-300.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Im Sommer 2018 erklärte Brussels Airlines, dass sie künftig nicht mehr auf ihre geleasten Superjets setzen will. Der russische Regionaljet sei zwar ein gutes Flugzeug, das auch nicht mehr technische Probleme hätte als andere Flieger, so Brussels Airlines’ damalige Chefin Christina Foerster. Doch Probleme mit der schnellen Verfügbarkeit von Ersatzteilen für das noch junge Modell sorgten dafür, dass die Flieger dennoch zu lange am Boden standen.

Auch der größte internationale Superjet-Betreiber, die mexikanische Interjet, klagt immer wieder über ähnliche Probleme. So konnte sich der Superjet außerhalb von Russland nie durchsetzen. Hersteller Sukhoi beschloss daher, dem Service künftig mehr Priorität einzuräumen und den Superjet mit mehr heimischen Teilen russischer zu machen.

Superjet, MS-21 und Il-114 zuerst mit Inlandsfokus

Mittlerweile gehören Sukhoi und der Superjet zum russischen Luftfahrtkonsortium UAC, das vom Staatskonzern Rostec kontrolliert wird. Rostecs Luftfahrtchef Anatoly Serdyukov kündigte nun in einem Interview mit dem Sender RBC etwas an, das man als Lehre und Konsequenz aus dem internationalen Superjet-Flop verstehen kann.

«In naher Zukunft wollen wir uns auf den Inlandsmarkt konzentrieren», so Serdyukov. «Hier wollen wir den Anteil unserer Produkte deutlich steigern.» Bevor man Flieger aktiv auf dem Weltmarkt bewerbe, müsse man eine große, gut funktionierende Flotte in Russland präsentieren. «Einer der vorrangigen Bereiche hierbei ist die Entwicklung eines effektiven Betriebs- und Servicemodells für Superjet 100, Irkut MS-21 und Iljuschin Il-114.»

Regierung will es Airbus und Boeing schwerer machen

All diese Flieger gehören zu UAC. Der Kurz und Mittelstreckenjet MS-21 absolviert Flugtests, der neuaufgelegte Regionalflieger Il-114-300 soll im laufenden Jahr zum Erstflug abheben. Serdyukov betonte, die russischen Flugzeugbauer müssten «mit starken ausländischen Herstellern konkurrieren, nicht untereinander». Daher werde die zivile Luftfahrtsparte auf Basis von Irkut aufgebaut, Superjet-Hersteller Sukhoi sei schon angegliedert worden. Auch Tupolev und Illyushin sollen ihren Beitrag leisten und ihre Stärken einbringen.

Die russische Regierung hatte schon 2017 deutlich gemacht, dass heimische Airlines in Zukunft vor allem russische Flugzeuge kaufen sollen. «Wenn die Produktion von heimischen Flugzeugen steigt, werden wir die Privilegien abbauen, die ausländische Flugzeugbauer genießen», sagte damals der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogozin.

Mehr zum Thema

Bereits im vergangenen Dezember stellte der Hersteller den ersten Prototypen der Il-114-300 vor.

Russland will Flugzeugbau mit neuer Regionalairline ankurbeln

Aeroflot-Flugzeug: Die Stationen in Europa sind derzeit nicht mehr gebraucht.

Russland will ausländische Flugzeuge verdrängen

Irkut MS-21 bei Tests: Warten ist angesagt.

MS-21 wird nicht mehr 2020 zugelassen

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack