Letzte Aktualisierung: um 15:48 Uhr

Ab 2022

Lufthansa Cityline betreibt bald zwei A321-Umbaufrachter

Lufthansa Cargo wird Fracht auch auf kurzen Strecken transportieren. Dazu beschafft sie zwei Airbus-A321-Umbaufrachter und setzt auf Cockpitcrews von Lufthansa Cityline.

Lufthansa

Airbus A321 von Lufthansa: Jetzt auch gefragt als Frachtflieger.

Mitte Juni kündigte Carsten Spohr eine Expansion im Frachtgeschäft an. «Wir schauen uns sogar den Kurzstrecken-Cargo-Markt an», sagte der Lufthansa-Chef. Obwohl Spohr keine Details nannte, war klar: Als Fluggerät wären umgebaute A321 eine gute Option. Denn Lufthansa hat etliche ältere der Flieger in der Flotte, die sie zu Frachtern umrüsten könnte.

Nun steht fest, dass es wirklich A321 werden. Zunächst werden zwei A321-Passagierjets zu Frachtern umgebaut und ab Anfang 2022 für Lufthansa Cargo fliegen. Sie erhalten große Frachttüren, damit auch auf dem Hauptdeck der Transport von Containern ermöglicht wird. «Diese Flugzeuge werden von Lufthansa Cityline im Auftrag von Lufthansa Cargo betrieben», teilt der Konzern mit und bestätigt damit einen Bericht des Portals Aero.de.

Flieger werden extern beschafft

Allerdings erklärte ein Lufthansa-Cargo-Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH, dass die beiden Flugzeuge nicht aus der Flotte der Lufthansa-Gruppe kommen. Man werde die A321 am Markt beschaffen. Ob Kauf oder Leasings geplant ist, ließ der Sprecher offen. Auch einen Grund für die externe Beschaffung nannte er nicht.

Die beiden Airbus A321 PF2 (Passenger to Freight) werden in Frankfurt stationiert. «Lufthansa Cargo möchte im Ecommerce-Segment Kunden schnelle innereuropäische Verbindungen anbieten», sagt Lufthansa-Cargo-Chefin Dorothea von Boxberg. Mit den umgerüsteten A321 begegne man der steigenden Nachfrage in diesem Segment.

Bis zu 28 Tonnen Fracht

«Mit dem gewählten Flugzeugmuster können 28 Tonnen pro Flug transportiert werden, also erheblich größere Frachtmengen als in den Bellies der Kurzstreckenmaschinen», so von Boxberg weiter. Die Reichweite beträgt 3500 Kilometer. Neben Spediteuren, Integratoren und Postgesellschaften soll auch Ecommerce-Anbieter Kunden für das Angebot sein.



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