Pilot und Flieger von Pobeda: Ist die Airline bald zumindest teilweise in Richard Bransons Händen?

Chancen für A321 Neo steigenPobeda will Boeing 737 Max nicht mehr

Die Aeroflot-Tochter sollte mindestens 20 Boeing 737 Max erhalten. Doch nun plant Pobeda nicht mehr mit den Jets. Setzt der Billigflieger künftig auf Airbus A321 Neo?

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2018 prüfte die russische Billigfluglinie Pobeda die Anschaffung von bis 30 Boeing 737 Max. Die Entscheidung fiel dann vorerst etwas kleiner aus, aber dennoch zugunsten der 737 Max: Die Aeroflot-Tochter unterzeichnete einen Vertrag für 20 der Flugzeuge. Sie sollten mithilfe von zwei Leasingsfirmen erworben und von 2019 bis 2021 geliefert werden.

Doch dann wurde die Boeing 737 Max noch vor der ersten Auslieferung an Pobeda weltweit gegroundet. So plante Aeroflot im Sommer 2020 für ihre Tochter erst einmal anderen Nachschub ein: Pobeda übernimmt nach und nach 50 Boeing 737-800 von der Mutter. So ist die Pobeda-Flotte mittlerweile schon auf 44 Boeing 737-800 angewachsen.

Aeroflot-Tochter will 737 Max nicht mehr

Nun will Pobeda laut Informationen der Zeitungen RBC und Vedomosti sogar ganz auf die 20 Boeing 737 Max verzichten. Die Tatsache, dass das Modell in Russland immer noch nicht rezertifiziert ist, spielte demnach eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.

Tatsächlich hat Pobeda keine Eile mit der Flottenerneuerung. Denn auch wenn ihre Boeing 737 nicht aus der neuen Max-Generation sind, hat die Flotte ein Durchschnittsalter nur gut vier Jahren. Dennoch ergibt sich eine spannende Frage: Mit welchem Flugzeugmodell geht Pobeda in die Zukunft? Eine Option: Die Airline wartet die Rezertifizierung ab und beschafft sich später doch 737 Max - zu besseren Kondition als im alten Vertrag.

Chancen für Airbus A321 Neo steigen

Allerdings hatte das Portal Russian Aviation Insider im vergangenen Sommer berichtet, die Airline wolle ab 2023 auch Airbus A321 Neo in die Flotte aufnehmen. Zum Start seien zehn der Jets eingeplant, bis 2028 solle die Zahl der A321 Neo bei Pobeda sogar auf 113 steigen.

Bestätigt wurde all dies nie offiziell und eine entsprechende Order bei Airbus gibt es noch nicht. Allerdings hatte sich Pobeda schon einmal mit dem Gedanken getragen, Boeing mit dem Airbus A321 untreu zu werden. Die Entscheidung zugunsten der Boeing 737 Max setzte den Spekulationen dann vorerst ein Ende. Doch schon im vergangenen November sagte Pobeda-Chef Andrei Kalmykov gegenüber Vedomosti, sollte man auf die 737 Max verzichten, sei die A320-Neo-Familie wieder eine Option. Das ist nun der Fall.

Oder wird es doch die Irkut MS-21?

Eine andere Option ist, dass Pobeda in Zukunft auf die Irkut MS-21 aus russischer Produktion setzt. Entsprechenden politischen Druck hatte es schon 2019 gegeben. Allerdings gab es Mitte 2020 dann Berichte, dass innerhalb der Aeroflot-Gruppe Rossiya die heimischen Modelle Superjet und MS-21 betreiben soll nicht Pobeda. Aber auch das kann sich ändern.

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