Letzte Aktualisierung: um 9:33 Uhr
Partner von  

Kanadische Harbour Air

Airline will rein elektrisch fliegen

Mit E-Antrieb vom Wasser in die Luft: Die kanadische Fluglinie Harbour Air plant die Umstellung auf Elektromotoren. Erste Testflüge mit Wasserflugzeugen sollen bald stattfinden.

Harbour Air

Flugzeug von Harbour Air: Künftig mit Elektroantrieb?

Harbour Air hat keine Lust mehr auf herkömmlichen Treibstoff. Nordamerikas größte Wasserfluggesellschaft mit Sitz in der kanadischen Provinz British Columbia will ihre Flotte von rund 40 Flugzeugen auf elektrischen Antrieb umstellen. Dazu arbeitet sie mit dem Unternehmen Magnix zusammen, das zurzeit einen 560 Kilowatt starken Elektromotor namens Magni 500 entwickelt.

Ziel sei es, «die erste komplett elektrisch angetriebene kommerzielle Wasserflugzeugflotte der Welt zu schaffen», so die Fluggesellschaft. Harbour Air steuert zwölf feste Ziele an der Westküste Kanadas und der USA an, wobei Vancouver die wichtigste Basis ist. Zum Einsatz kommen de Havilland DHC-3 Otter, DHC-6 Twin Otter, DHC-2 Beaver und Cessna Grand Caravan EX. Die Flotte führt pro Jahr rund 30.000 meist kurze Flüge mit mehr als 500.000 Passagieren durch.

Testflüge für November geplant

Als erstes Flugzeug soll eine einmotorige de Havilland DHC-2 Beaver, die sechs Passagiere transportieren kann, auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Der Beginn von Testflügen ist für November 2019 geplant. Auf erste Flüge mit Passagieren hofft man nach der Erlangung aller Genehmigungen im Jahr 2021. Magnix, ein australisches Unternehmen, das erst vor Kurzem sein Hauptquartier in den US-Bundesstaat Washington verlegt hat, testet seine Motoren zurzeit noch auf einem Prüfstand am Boden. Im Laufe des Jahres will die Firma dann zuerst Testflüge mit einer eigenen Cessna 208 Caravan starten.

Elektrische Flugzeugantriebe werden auch andernorts immer mehr zum Thema. Europas größter Flughafen London Heathrow will Elektroflieger anlocken, Airbus gründet eine Elektrorennserie, Rolls-Royce arbeitet am schnellsten Elektroflugzeug der Welt und Easyjet könnte sich vorstellen, künftig elektrisch von Amsterdam nach London zu fliegen.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.