Nach einem jahrelangen Rechtsstreit beendete Lufthansa Ende 2024 die Zusammenarbeit mit Condor im Rahmen des sogenannten Special Pro-Rate Agreement. Durch diese Kooperation, kurz nur SPA genannt, hatte Lufthansa Condor-Fluggäste zu bestimmten Konditionen in ihren Flugzeugen mit zum Drehkreuz Frankfurt genommen.
Lufthansa beendete Kooperation mit Condor bei Dienstreisen
Doch genau diese Vereinbarung zu dienstlich veranlassten Reisen - genannt Duty-ID-Reisen - hat Lufthansa jetzt zum 1. September 2026 gekündigt. Das berichtete zuerst das Portal Airliners unter Berufung auf eine Mitteilung von Condor an die Belegschaft.
Vorteile fallen für Mitarbeitende beider Airlines weg
Ab September können Condor-Mitarbeitende somit über das Buchungssystem namens My ID Travel keine vergünstigten Dienstreisen mehr mit Lufthansa buchen. Nicht betroffen und weiterhin vergünstigt buchbar sind Flüge mit den anderen Fluglinien der Lufthansa-Gruppe.
Da es sich um ein gegenseitiges Abkommen handelt, können Lufthansa-Mitarbeitende auf Dienstreisen auch keine Condor-Flüge mehr zu günstigeren Konditionen nutzen.
Lufthansa: «Vereinbarung deutlich unausgewogen genutzt»
«Künftig beschränkt sich diese gegenseitige Nutzung auf private Reisen», erklärt ein Lufthansa-Sprecher. Der Grund für das Ende der vergünstigten Dienstreisen sei, «dass die Vereinbarung über einen längeren Zeitraum deutlich unausgewogen genutzt wurde und der Grundgedanke einer gegenseitigen Nutzung damit nicht mehr gegeben war», so der Sprecher der größten deutschen Fluglinie. «Eine Fortführung der Vereinbarung in ihrer bisherigen Form war aus Sicht von Lufthansa wirtschaftlich nicht mehr angemessen.»
Ein Condor-Sprecherin bestätigt in einer Stellungnahme, «dass Lufthansa das langjährig bestehende Duty-Travel-Abkommen zum 1. September 2026» gekündigt hat. «Wir bedauern diese Entscheidung, da entsprechende Vereinbarungen auch zwischen im Wettbewerb stehenden Fluggesellschaften branchenüblich sind», sagt die Sprecherin. Notwendige Dienstreisen des Condor-Personals würden weiterhin sichergestellt. «Hierfür werden alternative Verbindungen genutzt oder, sofern erforderlich, reguläre Tickets gebucht.»
*Korrektur: An dieser Stelle hieß es zuerst, es seien auch Crewmitglieder betroffen, die shuttlen - dies ist aber nicht korrekt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen und haben ihn korrigiert.
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