Die Gewerkschaft Verdi, der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften und die Lufthansa-Gruppe übten direkt Kritik. Die betroffenen Fluglinien Eurowings und Condor äußerten sich zunächst noch recht allgemein. Doch jetzt änderte eine ihre Pläne.
Condor fordert Gegenseitigkeit bei Verkehrsrechten
Wie Condor am Dienstag (22. September) mitteilt, nimmt sie ihre täglichen Verbindungen von Berlin und Stuttgart nach Dubai zum Winterflugplan aus dem Programm. «Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Luftverkehrsbranche weltweit», so die Frankfurter Fluglinie.
Condor fordert «faire und vergleichbare Rahmenbedingungen» und argumentiert, hohe staatliche Standortkosten in Deutschland würden besonders heimische Airlines sehr belasten. «Vor diesem Hintergrund sollte eine Ausweitung von Verkehrsrechten aus Sicht von Condor nur unter Berücksichtigung der Gegenseitigkeit, der Wettbewerbsneutralität sowie der Auswirkungen auf deutsche Airlines und die Wertschöpfung am Standort erfolgen.» Condor fordert von der Bundesregierung «konkrete Entlastungen bei den Standortkosten».
Condor wollte Dubai-Flüge im Oktober aufnehmen
Eigentlich wollte Condor ab 15. Oktober wieder zwischen der Hauptstadt und Dubai fliegen. Ab dem 25. Oktober sollten die Stuttgart-Flüge folgen. Beides wird nun nicht geschehen. «Betroffene Gäste werden rechtzeitig informiert und erhalten im Rahmen der geltenden Beförderungsbedingungen passende Umbuchungs- oder Erstattungsoptionen», so Condor.
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