Boeing 787 von Air Europa: Die Airline will mehr davon.

Air Europa«Iberia sollte nicht im Traum daran denken ...»

Die spanische Fluggesellschaft wehrt sich gegen Gerüchte über einen Notverkauf. Man sei wieder profitabel, wolle alleine weitermachen und weitere zehn Boeing 787 einflotten, so der Gründer von Air Europa.

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Nachdem die Übernahme durch IAG und deren Tochter Iberia gescheitert war, machte man sich in Madrid Sorgen. Die spanische Regierung prüfte alle Optionen, um den Fortbestand von Air Europa zu sichern. Die Fluggesellschaft sei ein strategisch wichtiges Unternehmen und bedeutsam für den Luftverkehrs- und Tourismussektor des Landes, hieß es.

Unter anderem überlegte sich der Staat, einen Teil des Darlehens über 475 Millionen Euro, das er Air Europa während der Corona-Krise gewährt hatte, in eine Beteiligung umzuwandeln. Diesen Schritt erwog im Januar Wirtschaftsministerin Nadia Calviño. Der spanische Staat würde damit etwa 40 Prozent des Kapitals bekommen. Der Rest hätte doch noch bei IAG landen können. Ein symbolischer Preis von einem Euro wurde genannt.

«Genügend Barmittel, um den Verpflichtungen nachzukommen»

Den Spekulationen tritt jetzt Firmenpatron Juan José Hidalgo entschieden entgegen. Der Gründer des Reisekonzerns Globalia, zu dem auch Air Europa gehört, betonte gegenüber der Zeitung OK Diario, seine Fluggesellschaft sei wieder rentabel. Man verfüge «über genügend Barmittel, um den Verpflichtungen bis 2026 nachzukommen, wenn das staatlich garantierte Darlehen fällig wird. «Bis dahin müssen wir nur die Zinsen zahlen, und wir haben bereits 14 Millionen an Zinsen gezahlt», erklärte Hidalgo.

Man könne alle finanziellen Ansprüche befriedigen, so der Firmengründer und Globalia- und Air-Europa-Präsident weiter, auch die der Leasinggeber. «Iberia sollte nicht im Traum daran denken, Air Europa für einen Euro zu übernehmen», sagte Hidalgo deshalb. Denn die Einnahmen seien höher als die Ausgaben.

Zehn zusätzliche Dreamliner

Man sei genug stark für einen Alleingang, so Hidalgo. Man steuere inzwischen praktisch wieder alle Destinationen an, allerdings mit weniger Frequenzen. Die Flugzeuge seien sehr gut ausgelastet, sagte Hildalgo.

Deshalb plant Air Europa auch weiterhin, dieses Jahr zehn zusätzliche Boeing 787 einzuflotten. Gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation besitzt die spanische Fluglinie aktuell eine Flotte von 46 Flugzeugen. 18 davon sind Dreamliner (787-8 und 787-9), zwei A330-300, 16 Boeing 737-800, sieben Embraer E190 und drei ATR 72.

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