Flieger von Air Europa:  Der spanische Staat sorgt sich um die Airline.

Nach Rückzug von IAGSpanien prüft Optionen für Air Europa

Der spanische Staat sieht die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes als strategisch wichtig an. Er prüft deshalb, wie Air Europa überleben kann.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Sie waren sich schon einig und träumten von einer rosigen gemeinsamen Zukunft. Dann kam die Pandemie. Zuerst handelte IAG einen verminderten Kaufpreis aus, dann wollte der Konzern gar nichts mehr von Air Europa wissen. Vergangene Woche wurde der Vertrag aufgelöst  – für eine Strafzahlung von 75 Millionen Euro.

Nun will der spanische Staat die «Kontinuität der Tätigkeit» der zweitgrößten Fluggesellschaft des Landes sicherstellen. Die Regierung will alle Optionen prüfen, um den Fortbestand von Air Europa zu sichern. Wegen ihrer Bedeutung für den Luftverkehrs- und Tourismussektor sei sie ein strategisches Unternehmen, so das Transportministerium nach dem Rückzug der Iberia- und British-Airways-Mutter IAG.

Corona veränderte die Lage dramatisch

Air Europa überstand die vergangenen Monate nämlich nur dank erheblichen Staatshilfen Spaniens. Insgesamt sind 600 Millionen Euro geflossen. Die Airline möchte eine zweite Rettung vermeiden und investiert deshalb das Geld von IAG in eine Stärkung der Bilanz. Und um den Mitarbeitenden zu signalisieren, dass man ruhig bleibe.

Der spanische Staat gibt an, die ordnungsgemässe Verwendung der geflossenen Mittel bei Air Europa sicherstellen zu wollen. Und die «Entwicklung des Luftfahrtsektors zu überwachen».

Zweifel der Europäischen Kommission

Ein weiterer Grund für das Ende des Deals könnten auch Bedenken seitens der Europäischen Kommission gewesen sein. «Der Zusammenschluss hätte den Wettbewerb auf einigen Inlands-, Kurz- und Langstreckenverbindungen in, nach und aus Spanien beeinträchtigt», so EU-Wettbewerbskomissarin Margarethe Vestager.

Schon als bekannt wurde, dass die EU die Übernahme ablehnen könnte, hatte IAG-Chef Luis Gallego von einem Plan B gesprochen. Man werde dann Allianzen mit Fluggesellschaften in Lateinamerika eingehen. IAG wolle Madrid zu einem großen europäischen Drehkreuz machen, um mit Lufthansa und Air France-KLM konkurrenzieren zu können.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Air Europa: Die spanische Fluglinie fliegt weiterhin nach Caracas.

IAG unmatched Air Europa für 40 Millionen Euro

Airbus A330 von Evelop: Bisher nur Charterflüge.

Neue Konkurrenz für Air Europa, Iberia und Tap

Dreamliner von Air Europa: Venezuela als Zukunftsmarkt.

Air Europa wettet groß auf Venezuela

ticker-spanien

Unbefristeter Streik der Flugsicherung in Spanien: Diese Flughäfen sind betroffen

Video

aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack