Airbus A330 von Southwind: Keine Flüge nach Finnland.

Russland-BeziehungenFinnland verbannt Southwind - was machen Deutschland und die Schweiz?

Die finnische Verkehrsbehörde hat den türkischen Ferienflieger durchleuchtet - und ist zum Schluss gekommen, er werde aus Russland gesteuert. Daher verwehrt sie Southwind Airlines Landerechte. Nach Deutschland und in die Schweiz darf die Airline noch.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Angriff Russlands auf die Ukraine drohte die Tourismusindustrie der Türkei hart zu treffen. Denn aus den beiden Ländern pilgerten in den vergangenen Jahren jährlich Millionen von Menschen an die Strände von Antalya, Bodrum oder Side. Doch so schlimm, wie befürchtet, wurde es nicht.

Während sich die Zahlen der ukrainischen Besucherinnen und Besucher langsam erholen und heute bei rund der Hälfte von 2019 liegen, legten die Besuche aus Russland deutlich zu. 2022 reisten 5,2 Millionen Russinnen und Russen in die Türkei und 2023 sogar 6,3 Millionen. Damit verzeichnete die Türkei vergangenes Jahr die zweithöchsten Ankünfte aus Russland jemals.

«Nicht von genannten türkischen Personen oder Unternehmen gehalten»

Das heißt nicht, dass alles so lief wie bisher. Einige türkische Fluggesellschaften haben ihre Flüge nach Russland eingestellt und russische Fluggesellschaften haben ihre Kapazitäten gekürzt. Deshalb gründete die Türkei 2022 mit Southwind Airlines eine neue Ferienfluglinie, die sich voll auf das Russland-Geschäft konzentrieren sollte.

Auch wenn der türkische Staat einst hinter der Gründung stand: Inzwischen glaubt man zumindest in Finnland, dass Southwind Airlines nicht wirklich türkisch ist. «Unsere Gesamtbewertung zeigt, dass die wesentlichen Eigentumsanteile und die tatsächliche Kontrolle nicht von den genannten türkischen Personen oder Unternehmen gehalten werden. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Fluggesellschaft und ihre Kontrolle mit russischen Akteuren verbunden sind», sagt Jarkko Saarimäki, Chef der Verkehrsbehörde Traficom.

Southwind steuert vier andere europäische Länder an

Das hat Folgen. Die finnische Behörde hat das Begehren von Southwind am Montag (25. März) abgelehnt, Flüge zwischen Helsinki und Antalya aufnehmen zu können. Die tatsächliche Kontrolle über die Fluggesellschaft liege nicht in der Türkei, wie es das bilaterale Luftverkehrsabkommen verlangen würde, erklärt Traficom. Daher sei der Flugbetrieb nach der EU-Sanktionsverordnung nicht zulässig.

Die große Frage ist nun, wie sich nach der finnischen Entscheidung vier andere europäische Länder verhalten werden. Denn Southwind Airline steuert diesen Sommer in Deutschland Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart sowie in der Schweiz Zürich an. Daneben fliegt sie auch nach Griechenland und ins Vereinigte Königreich. Neben 18 Zielen in Russland bedient sie zudem Destinationen im Iran, in Israel und in Kasachstan.

Mehr zum Thema

Zwei A330-200 in der Lackierung von Southwind Airlines: Die Fluggesellschaft wurde von US-Behörden sanktioniert.

Türkische Southwind Airlines steht wegen Russland-Nähe vor Triebwerksproblemen

Flugzeug von Ural Airlines in Antalya: Vorerst nicht mehr zu sehen.

Widerstand gegen neue türkische Charterairline Southwind

<strong>Etihad und Emirates, Vereinigte Arabische Emirate</strong>: + 3 beziehunsweise + 1 Prozent, <strong>Qatar Airways, Katar </strong>+ 1 Prozent bei der Kapazität nach Russland. Verglichen wurden von Forward Keys dabei die Wochen vom 21. Februar und 7. März.

Die Profiteure des Flugstopps nach Russland

Die TC-GVC: Der Airbus A319 geht nun fest an Albanien.

Türkei schenkt Albanien einen Airbus A319

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack