Boeing 777 von Swiss: Vorerst keine Umstellungen nötig.

Zugeständnisse der MobilfunkanbieterSwiss und Lufthansa fliegen wieder normal in die USA

Nachdem die US-Telekomunternehmen gegenüber der Luftfahrtbranche Zugeständnisse machten, sind Flüge mit allen Flugzeugtypen wieder möglich. Die Frage ist aber, wie lange das so bleibt.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Lage ist das, was man in der Branche wohl als «dynamisch» bezeichnet. Eigentlich hätte der Mobilfunkstandard 5G in den USA längst eingeführt sein sollen, doch das Ganze verzögert sich weiterhin. Der Grund: Die Luftfahrtbranche befürchtet, dass Antennen in Flughafennähe Instrumente der Flugzeuge stören könnten.

Am Dienstag (18. Januar) wurde bekannt, dass einige Airlines Flüge in die USA kurzfristig stoppten – weil die Luftfahrtbehörde FAA noch nicht für alle Flugzeugtypen das OK bei Landungen in 5G-Umgebung gegeben hatte. Vor allem Boeing 777 waren betroffen. Bei der Lufthansa-Gruppe gelang es, die meisten Flüge mit anderen Typen durchzuführen. Ein Flug von Lufthansa nach Miami am Mittwoch (19. Januar) fiel aus.

Swiss kann alle Flüge durchführen

Swiss hingegen führte alle ihre geplanten Boeing-777-Flüge in die USA durch. «Die Mobilfunkbetreiber in den USA haben gestern Zugeständnisse gemacht und die Einführung des neuen Mobilfunkstandards in der Nähe von Flughäfen zunächst begrenzt», erklärt eine Sprecherin. Damit seien kurzfristig wieder die notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden, um die Boeing 777 in den USA ohne mögliche Beeinträchtigung betreiben zu können. Auch von Lufthansa heißt es, dass ab Donnerstag aufgrund der neuen Lage wieder normale Flüge in die USA möglich seien.

Zu Ende ist die Geschichte um 5G in den USA damit allerdings noch nicht. Denn bislang gibt es noch keine dauerhafte Lösung für das Problem mit den 5G-Antennen. «Wir sind uns der wirtschaftlichen Bedeutung des Ausbaus von 5G bewusst und schätzen es, dass die Mobilfunkunternehmen mit uns zusammenarbeiten, um die fliegende Öffentlichkeit und die Lieferkette des Landes zu schützen», heißt es dazu von US-Transportminister Pete Buttigieg. «Der komplexe US-Luftraum ist aufgrund unserer hohen Standards für die Luftfahrt weltweit führend in Sachen Sicherheit, und wir werden dieses Engagement auch beibehalten, wenn die Mobilfunkunternehmen 5G einführen.»

Andere Ausgangslage in Europa

Das 5G-Problem ist in den USA so akut, weil die Mobilfunkanbieter andere Frequenzbereiche nutzen, die näher bei denen liegen, die auch Radarhöhenmesser nutzen. In Europa ist zudem generell die Sendeleistung geringer. Gegenüber Frankreich, wo es ebenfalls Pufferzonen gibt, beträgt die Differenz zum Beispiel 60 Prozent.

Daneben werden in Frankreich Antennen bei Flughäfen nach unten geneigt und anders platziert, um mögliche Störungen des Flugverkehrs zu verringern, wie die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA festhält.

Mehr zum Thema

Flugzeuge nutzen Radiohöhenmeter. Diese können von 5G-Wellen gestört werden.

Wie gefährlich ist 5G für Flugzeug-Höhenmesser wirklich?

Boeing 777 von Emirates: Flüge an viele Airports in den USA gestoppt.

Airlines stoppen Flüge in die USA wegen 5G

Boeing 747-8 von Lufthansa: Vorerst nicht auf USA-Flügen.

Auch Austrian und Lufthansa müssen bei USA-Flügen umplanen

ticker-lufthansa

Lufthansa verkleinert Angebot nach Dresden und Leipzig

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack