Superjet-Produktion: Sukhoi will nun auf die Bremse treten.

Mehr Service, weniger BauSo will Sukhoi den Superjet auf Kurs bringen

Der russische Jet hat zuletzt keine gute Figur gemacht, vor allem bei der Versorgung mit Ersatzteilen. Das will Sukhoi nun ändern - und dafür die Auslieferungen zurückschrauben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Gleich drei Airlines beschwerten sich in den vergangenen Monaten über den Sukhoi Superjet: Zunächst zeigten sich die belgische Brussels Airlines und die mexikanische Interjet unzufrieden mit dem Regionalflugzeug, dann auch die russische Yakutia Airlines. Vor allem die fehlende Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Schwierigkeiten mit den Powerjet-Sam-146-Triebwerk sorgten für Ärger. Obwohl Sukhoi Interjet für Ausfälle entschädigte, machte der Billigflieger im September klar, dass er die Jets loswerden möchte.

Doch der russische Flugzeugbauer gibt nicht auf - und will nun alles besser machen. Das Wohlwollen der mexikanischen Fluggesellschaft möchte Sukhoi wiedergewinnen, indem man ihr zwei Upgrades für die Flugzeuge anbietet: einen Umbau von zurzeit 93 auf bis zu 108 Sitze sowie die Ausstattung mit Winglets, bei Sukhoi Saberlets genannt. Das bestätigte ein Manager einer Sukhoi-Tochter gegenüber dem Luftfahrtmagazin Flightglobal.

Weniger Auslieferungen geplant

Aber auch generell will der Flugzeughersteller den Kurs anpassen. Nachdem bisher nur der größte Superjet-Betreiber Aeroflot von einem umfangreicheren Service-Angebot profitiert, möchte sich Sukhoi nun auch um die anderen Kunden besser kümmern, die bereits Flieger im Dienst haben, wie das Portal Russian Aviation Insider berichtet.

Dabei wolle Sukhoi mit der United Engine Corporation zusammenarbeiten, die für die Triebwerke zuständig ist, heißt es. Zudem sei geplant, dem Service Priorität gegenüber dem Bau neuer Maschinen einzuräumen. «Wir werden für dieses Jahr unser Auslieferungsziel reduzieren», sagte Firmenchef Alexander Rubtsov dem Bericht zufolge. Es mache keinen Sinn, Flugzeuge zu bauen, die aufgrund fehlender Ersatzteile am Boden bleiben müssten.

Arbeit an kleinerem Superjet

Derweil schreitet die Entwicklung eines kleineren Superjets offenbar voran. Das Central Aerohydrodynamic Institute teilte mit, im Auftrag von Sukhoi Tests mit Vibrationen und Akustik durchzuführen. Zuerst gehe es dabei um einen verbesserten akustischen Komfort der Kabine. Die geplante kleinere Variante des Fliegers soll nur 75 Sitze haben.

Mehr zum Thema

Der Superjet von Yakutia Airlines: In keinem guten Zustand.

Superjet-Fahrwerk nach Landung zerstört

Superjet von Aeroflot in Skyteam-Bemalung: Die Nationalairline will mehr Exemplare des heimischen Fliegers.

Aeroflot bestellt 100 weitere Superjets

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier