Superjet-Produktion: Sukhoi will nun auf die Bremse treten.

Mehr Service, weniger BauSo will Sukhoi den Superjet auf Kurs bringen

Der russische Jet hat zuletzt keine gute Figur gemacht, vor allem bei der Versorgung mit Ersatzteilen. Das will Sukhoi nun ändern - und dafür die Auslieferungen zurückschrauben.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Gleich drei Airlines beschwerten sich in den vergangenen Monaten über den Sukhoi Superjet: Zunächst zeigten sich die belgische Brussels Airlines und die mexikanische Interjet unzufrieden mit dem Regionalflugzeug, dann auch die russische Yakutia Airlines. Vor allem die fehlende Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Schwierigkeiten mit den Powerjet-Sam-146-Triebwerk sorgten für Ärger. Obwohl Sukhoi Interjet für Ausfälle entschädigte, machte der Billigflieger im September klar, dass er die Jets loswerden möchte.

Doch der russische Flugzeugbauer gibt nicht auf - und will nun alles besser machen. Das Wohlwollen der mexikanischen Fluggesellschaft möchte Sukhoi wiedergewinnen, indem man ihr zwei Upgrades für die Flugzeuge anbietet: einen Umbau von zurzeit 93 auf bis zu 108 Sitze sowie die Ausstattung mit Winglets, bei Sukhoi Saberlets genannt. Das bestätigte ein Manager einer Sukhoi-Tochter gegenüber dem Luftfahrtmagazin Flightglobal.

Weniger Auslieferungen geplant

Aber auch generell will der Flugzeughersteller den Kurs anpassen. Nachdem bisher nur der größte Superjet-Betreiber Aeroflot von einem umfangreicheren Service-Angebot profitiert, möchte sich Sukhoi nun auch um die anderen Kunden besser kümmern, die bereits Flieger im Dienst haben, wie das Portal Russian Aviation Insider berichtet.

Dabei wolle Sukhoi mit der United Engine Corporation zusammenarbeiten, die für die Triebwerke zuständig ist, heißt es. Zudem sei geplant, dem Service Priorität gegenüber dem Bau neuer Maschinen einzuräumen. «Wir werden für dieses Jahr unser Auslieferungsziel reduzieren», sagte Firmenchef Alexander Rubtsov dem Bericht zufolge. Es mache keinen Sinn, Flugzeuge zu bauen, die aufgrund fehlender Ersatzteile am Boden bleiben müssten.

Arbeit an kleinerem Superjet

Derweil schreitet die Entwicklung eines kleineren Superjets offenbar voran. Das Central Aerohydrodynamic Institute teilte mit, im Auftrag von Sukhoi Tests mit Vibrationen und Akustik durchzuführen. Zuerst gehe es dabei um einen verbesserten akustischen Komfort der Kabine. Die geplante kleinere Variante des Fliegers soll nur 75 Sitze haben.

Mehr zum Thema

Der Superjet von Yakutia Airlines: In keinem guten Zustand.

Superjet-Fahrwerk nach Landung zerstört

Superjet von Aeroflot in Skyteam-Bemalung: Die Nationalairline will mehr Exemplare des heimischen Fliegers.

Aeroflot bestellt 100 weitere Superjets

Cessna Skylane in Russland: Die Regierung will jetzt eigenen Kleinflugzeuge bauen.

Russland will Alternative zu Cessna und Co. entwickeln

Boeing 737 im Schnee: Russlands Luftfahrt kämpft mit dem Wintereinbruch.

Russische Luftfahrt kämpft mit dem Wetter

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin