Sukhoi Superjet von Yakutia Airlines: Oft am Boden.

Probleme beim ServiceAuch Yakutia beklagt sich über Superjet

Die russische Regionalairline besitzt fünf Sukhoi Superjets. Die Flieger seien sehr effizient lobt Yakutia Airlines. Aber sie hätten auch viele Schattenseiten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Die Sommersaison lief nicht ganz so, wie es sich das Management von Yakutia Airlines vorgestellt hatte. Die russische Regionalfluglinie musste einen Passagierrückgang verbuchen. Sie hat bereits einen Hauptschuldigen dafür ausgemacht: ihre fünf Sukhoi Superjet 100.

«Trotz vieler Vorteile gibt es bedeutende systematische Probleme, die keinen effizienten Betrieb erlauben», erklärte Flottenchef  Ivan Vinokurov dem Fachportal ATO. Eigentlich müssten die Triebwerke vom Typ Powerjet Sam-146 nach 7000 Zyklen (ein Flug mit Start und Landung) gewartet werden. Tatsächlich liege man bei 1500 bis 3000 Zyklen. Alle Motoren wiesen Defekte auf. Zudem gebe es keine Ersatzmotoren. Ein weiteres Problem: Die Lieferung von Ersatzteilen für den Superjet dauere viel zu lange, so Vinokurov.

Manchmal nur zwei Superjets einsetzbar

Daher stehen die Superjets von Yakutia Airlines oft unproduktiv am Boden statt zu fliegen. Das sei besonders ärgerlich weil man viel in die Ausbildung des Personals investiert habe. Manchmal seien drei der Flugzeuge aus russischer Produktion gleichzeitig ausgefallen, so Flottenchef Vinokurov. Den Flugplan habe man so nicht aufrecht erhalten können. Die Superjets sind für rund ein Viertel der Flüge von Yakutia Airlines eingeplant.

Vinokurov fordert von Sukhoi daher einen besseren Service. Zudem müsse die Qualität der Triebwerke unbedingt verbessert werden. Und es brauche schnell verfügbare Ersatztriebwerke.

Ausflottung nur Notlösung

Ein Verkauf der Superjets ist für Vinokurov nur eine Notlösung, falls Sukhoi die Probleme nicht in den Griff bekomme. Denn die Flieger hätten durchaus auch Vorteile. Die Kosten pro geflogenen Sitzkilometer seien extrem tief. Yakutia Airlines plant aber aktuell eine Flottenerneuerung. Kann Sukhoi die Airline nicht beruhigen, könnten die Superjets durchaus aus dem Flugzeugpark verschwinden.

Auch die mexikanische Interjet hat sich aus ähnlichen Gründen über die Superjets beklagt. Die mexikanische Fluglinie litt ebenfalls unter den Problemen mit den Triebwerken. Kürzlich wurde sie deshalb von Sukhoi für die Unannehmlichkeiten entschädigt. Brussels Airlines hat Superjets von City Jet geleast und beklagt ebenfalls die Schwierigkeiten beim Service.

Aeroflot sieht es anders

Ganz anders sieht man das offensichtlich bei der Nationalairline Aeroflot. Sie besitzt bald 50 Sukhoi Superjets. Und am Montag (10. September) hat sie 100 weitere Exemplare geordert.

Mehr zum Thema

Superjet von Aeroflot in Skyteam-Bemalung: Die Nationalairline will mehr Exemplare des heimischen Fliegers.

Aeroflot bestellt 100 weitere Superjets

Superjet von Interjet: Diesmal könnte das Kapitel wirklich enden.

Sukhoi entschädigt Interjet für Superjet-Ärger

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack