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737 Max 10

Ryanair will Boeing 737 Max nachbestellen

Trotzt Ärger mit dem Modell hat Ryanair noch nicht genug. Die Billigairline will mehr 737 Max kaufen - in der Version Max 10.

aeroTELEGRAPH

Boeing 737 von Ryanair: Die Flotte soll weiter wachsen.

Eigentlich macht die Boeing 737 Max Ryanair gerade einigen Ärger. Weil die Billigairline die bestellten Flugzeuge viel später als geplant erhält, musste sie bereits Basen in Schweden und Spanien schließen. In Deutschland wurden die Standorte Hamburg und Nürnberg dichtgemacht. Auch die Gewinne sprudeln nicht mehr so wie einst. Und nicht zuletzt müssen die Iren ihr Ziel verschieben, 200 Millionen Passagiere im Jahr zu befördern – von 2024 auf 2026.

Dennoch haben sie Lust, sich noch mehr 737 Max zuzulegen. Man habe Boeing einen Vorschlag zum Kauf weiterer Flugzeuge unterbreitet, erklärte Michael O’Leary am Montag (3. Februar) bei der Präsentation der Zahlen zum dritten Quartal 2019/20. Er sei sich bewusst, dass das Management des Flugzeugbauers derzeit mit der Erlangung der Wiederzulassung der 737 Max beschäftigt sei und keine Kapazität habe, um über die Details einer solchen Order zu diskutieren, so der Konzernchef. Man habe aber ein Angebot abgegeben und erwarte, dann zuerst dranzukommen, wenn es wieder losgehe, sagte er gemäß der Nachrichtenagentur Reuters.

Preissenkung bei bestehender Order

Dieses Mal will Ryanair keine Boeing 737 Max 200 bestellen, die Billigairline-Variante der Max 8, die bis zu 200 Passagieren Platz bietet anstatt nur 189. Von ihr hat die Fluglinie 135 Stück fest geordert, hinzu kommen Optionen für 75 weitere Exemplare. Dieses Mal geht es um die Boeing 737 Max 10. Sie ist eine um 167,6 Zentimeter gestreckte Version der 737 Max 9, die bis zu 230 Passagiere fassen kann.

Ryanair erwartet aber von Boeing gleichzeitig ein Entgegenkommen. «Wir erwarten eine Neusetzung des Preises bei der 200-er-Bestellung, die wir schon platziert haben», so O’Leary gemäß Reuters weiter. Er glaubt die Order aufgeben zu können, sobald die 737 Max wieder fliegt.

Auch Auftrag an Airbus

Kürzlich wurde bekannt, dass die Billigairline auch die Gespräche mit dem Boeing-Erzrivalen wieder aufgenommen hat. Man verhandle über mögliche Bestellung von bis zu 100 Airbus A320 und A321 für Lauda, heißt es.



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