Boeing 737 Max im Flug: Die nächsten solchen Bilder gibt es erst ab Juni oder Juli.

Grounding dauert anBoeing 737 Max fliegt erst im Sommer wieder

Schlechte Nachrichten für Boeing und Betreiber: Die Boeing 737 Max bleibt noch viele Monate am Boden.

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Immer und immer wieder musste das Management von Ryanair seine Pläne für die kommende Sommersaison in den Papierkorb werfen. Schuld daran waren die wiederholt angepassten Prognosen für die Aufhebung des Flugstopps für die Boeing 737 Max. Zuletzt rechnete Vorstandsvorsitzender Michael O'Leary damit, dass seine Fluglinie das erste Exemplar vielleicht erst im Oktober bekommt.

Er lag damit wohl nicht ganz falsch. Denn wie Boeing am Dienstag (21. Januar) bekannt gab, zieht sich das Grounding noch viel länger hin als zuletzt geglaubt. Die Wiederzulassung der 737 Max sei zwar allein Sache der Luftfahrtbehörden, so der Flugzeugbauer in einer Mitteilung. Man nenne aber Betreibern und Lieferanten von Zeit zu Zeit eigene Schätzungen, wann das Flugzeugmodell wieder abheben dürfe.

Schlecht für Boeing...

Und die neuste Vorhersage von Boeing ist, dass die Aufhebung des Groundings der 737 Max «Mitte 2020» beginne wird. Der Fernsehsender CNBC meldete zuvor mit Bezug auf Insider, dass der Flugzeugbauer intern von Juni oder Juli spreche. Damit wird das Flugverbot am Ende mindestens 15 Monate gedauert haben. Am 13. März 2019 hatten auch die USA als eines der letzten Länder ein Grounding für das Modell ausgesprochen.

Die Verlängerung des Flugverbots ist eine schlechte Nachricht für Boeing. Da ein Großteil des vereinbarten Kaufpreises erst bei der Übergabe des Flugzeuges an den Hersteller überwiesen wird, fehlen ihm Einnahmen. 2019 konnte er nur 380 Flugzeuge an zivile Kunden übergeben. Das sind massiv weniger als im Vorjahr, als Boeing noch 806 Jets auslieferte.

... und schlecht für Betreiber

Gleichzeitig dürften auf Boeing mit einem verlängerten Grounding zusätzliche Schadenersatzforderungen zukommen. Zudem fallen Kosten für den Unterhalt der geparkten Maschinen an. Der Konzern will deshalb Geld bei Banken aufnehmen. Konkret suche er ein Darlehen über 10 Milliarden Dollar, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die monatelange zusätzliche Verzögerung ist aber auch eine schlechte Nachricht für Betreiber wie American Airlines, Southwest oder United in den USA, China Southern in Asien oder Ryanair, Norwegian, Sun Express und Tuifly in Europa. Sie müssen erneut wohl die gesamte Sommersaison ohne 737 Max auskommen und für diese Zeit Flugzeuge mieten. Das ist teuer.

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