Irkut MS-21 in der Bemalung von Lufthansa: Der russische ...

Rostec wirbt um deutsche AirlineRussische Irkut MS-21 trägt Lufthansa-Design

Der russische Staatskonzern Rostec zeigt, wie die Irkut MS-21 im Design von Lufthansa und American Airlines aussehen würde. Er wirbt um die westlichen Airlines als Kunden.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Können Flugzeugbauer aus Russland oder China den Platzhirschen Airbus und Boeing in 10 oder 20 Jahren Konkurrenz machen? Werden Irkut und Comac in der Lage sein, den Herstellern aus Europa und den USA bedeutende Marktanteile streitig zu machen?

Bei Debatten über die Zukunft des Flugzeugbaus waren das in den vergangenen Jahren Fragen, die immer wieder aufkamen. Viele Experten waren der Meinung: Falls überhaupt, könnte China es schaffen mit seinem riesigen Markt und großen staatlichen Airlines.

Rostec verbreitet «kreative» Bilder

Russland, das schon mit dem Sukhoi Superjet international gescheitert war, trauten dagegen die wenigsten etwas zu. Und seit dem Angriff auf die Ukraine und den folgenden westlichen Sanktionen gegen Russland ist das eh kein Thema mehr, könnte man denken. Doch der russische Staatskonzern Rostec sieht das offenbar anders.

Rostec kontrolliert das Flugzeugbau-Konsortium UAC, zu dem unter anderem Irkut, Ilyushin, Tupolev und Sukhoi gehören. Auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichte der Technologie- und Rüstungskonzern nun Bilder, bei denen man durch einen Design-Wettbewerb «ein bisschen kreativ» geworden sei, so Rostec. Darauf zu sehen ist nicht nur eine Irkut MS-21 in der Lackierung der russischen Aeroflot, welche Kundin des Modells ist.

MS-21 in Lufthansa-Farben heißt D-RUS

Es gibt auch Visualisierungen der MS-21 in den Bemalungen von Lufthansa und American Airlines. Dazu schreibt Rostec: «Bislang nutzen Lufthansa und American Airlines Flugzeuge von Boeing und Airbus, aber wer weiß, was in fünf bis zehn Jahren passiert?»

Die MS-21 bestehe zu 40 Prozent aus Verbundwerkstoffen, wirbt Rostec, ein Rekordwert bei Mittelstreckenjets. Dadurch sei das Modell leichter und wirtschaftlicher. Der Konzern preist auch große Fenster und die breite Kabine an. «Aeroflot wird die erste Betreiberin des Flugzeugs sein», so Rostec. «Lufthansa und American Airlines können sich einreihen.»

Brussels Airlines flog einst mit Superjet

Die im Lufthansa-Design am Computer gestaltete MS-21 trägt das Kennzeichen D-RUS und daneben eine deutsche und eine russische Flagge. Vorne auf dem Rumpf ist unter dem Modellnamen zu lesen: #ExploreTheNew, also Entdecke das Neue. Als Triebwerk ist das russischen PD-14 zu sehen, was durch die Sanktionen alternativlos für Irkut ist.

Tatsächlich gab es - lange vor der russischen Invasion der Ukraine - schon einmal russische Flugzeuge in der Lufthansa-Gruppe. Die belgische Tochter Brussels Airlines setzte ab Anfang 2017 zeitweise bis zu sechs Sukhoi Superjet ein. Zwar waren die Fluggäste von Brussels durchaus zufrieden mit dem Modell, wenn es denn flog. Aber es gab zu viele Pannen und kein ausreichendes Servicenetz von Sukhoi. Die Flieger standen zu oft und zu lange am Boden und so flottete die Airline sie Anfang 2019 wieder aus.

Aeroflot-Jet mit Bermuda-Kennzeichen

Selbst wenn Russland heutzutage Interessenten aus Europa finden würde, wäre ein Betrieb der Modelle zumindest aktuell nicht möglich. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat im März mehreren russischen Modellen, darunter dem Superjet, die Zertifizierungen entzogen. Zudem erklärte sie, bis auf Weiteres keine Anträge mehr von russischen Firmen anzunehmen, sodass auch die MS-21 vorerst kein grünes Licht erhalten wird.

Auf den von Rostec verbreiteten Bildern findet sich derweil noch ein spannendes Detail: Der Aeroflot-Jet trägt das Kennzeichen VP-BDC, eine Registrierung aus Bermuda. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine waren viele russische Flugzeuge in Bermuda angemeldet, auch wenn das den heimischen Behörden stets ein Dorn im Auge war. Nach Beginn der russischen Invasion entzog die Regierung der Inseln den Fliegern jedoch die Zulassung.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die drei Entwürfe.

Mehr zum Thema

Irkut MS-21-310, hier zu sehen in Dubai: Angetrieben vom russischen PD-14.

Irkut ersetzt westliche Komponenten der MS-21

Russland fördert Irkut MS-21 mit weiterem Staatsgeld

Russland fördert Irkut MS-21 mit weiterem Staatsgeld

Superjet: Russlands Regionalflieger verkauft sich aktuell schlecht.

Superjet 100 verliert Europa-Zulassung, MS-21 bekommt keine

Flugzeuge von American Airlines in Phoenix: Die Fluglinie soll eine Strafte zahlen, weil sie gegen Drogen- und Alkoholbestimmungen verstoßen haben soll.

Haben American Airlines und Southwest gegen Drogen- und Alkoholbestimmungen verstoßen?

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies