Superjet: Russlands Regionalflieger verkauft sich aktuell schlecht.

SanktionenSuperjet 100 verliert Europa-Zulassung, MS-21 bekommt keine

Aus für Superjet und MS-21 in Westeuropa: Die Luftfahrtbehörde Easa suspendiert die Zertifizierungen russischer Modelle. Neue Anträge will sie vorerst nicht mehr annehmen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Aus vielen westlichen Ländern können russische Airlines keine Flugzeuge oder Teile mehr kaufen oder leasen. Lufträume sind für sie gesperrt und Wartungsdienstleistungen können sie auch nicht mehr in Anspruch nehmen. Diese Sanktionen als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine stehen in der Luftfahrt aktuell im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Doch es gibt noch eine weitere wichtige Konsequenz, wie die Easa am Montag (14. März) deutlich machte. Die europäische Luftfahrtbehörde erklärte, sie habe ihre Zertifizierungen für russische Flugzeuge, Teile und Simulatoren suspendiert.

Auch Beriev Be-200 verliert Zulsassung

Die Behörde veröffentlichte eine Liste der betroffenen Firmen und Fluggeräte. Darunter befinden sich der Superjet 100, die Tupolev Tu-204-120, das Amphibienflugzeug Beriev Be-103 sowie die oft als Löschflugzeug genutzte Beriev Be-220-ES-E.

All diese Flugzeuge spielen für europäische Airlines keine Rolle. Gerade Superjet-Hersteller Irkut dürfte es dennoch schmerzen, vorerst keine Perspektive mehr zu haben auf Kunden aus der EU. Einst hob das Modell für Lufthansa-Tochter Brussels Airlines ab.

Tür zu auch für Irkut MS-21

Vor allem aber schlägt die Easa vorerst auch die Tür zu für künftige Zertifizierungen. Man habe beschlossen, anhängige Zertifizierungsanträge zu stoppen, so die Behörde. Zudem werden man «bis auf Weiteres» keine neuen Anträge russischer Firmen annehmen.

Davon betroffen sein dürften die russisches Kurz- und Mittelstreckenhoffnung Irkut MS-21, der Turbopropflieger Il-114-300, die geplante russische Neuauflage der Antonov An-2 und das chinesisch-russische Gemeinschaftsprojekt CR929. Zwar hatte sich Russland zuletzt eh das Ziel gesetzt, die neuen Flieger erst im heimischen Markt zu etablieren, dennoch dürfte es den Hersteller nicht schmecken, dass ihnen Westeuropa als Markt nun verschlossen ist.

Mehr zum Thema

Beriev Be-200: Russland will neue Exemplare.

Russland will sechs neue Beriev Be-200 bauen

Nase des Superjets: Laues Interesse bei Air Serbia.

Russland versucht wieder, Superjets bei Air Serbia unterzubringen

Russlands Luftfahrtindustrie entwickelt verschiedene neue Flugzeuge. Am weitesten fortgeschritten ist die Arbeit am Kurz- und Mittelstreckenjet MS-21. Hersteller Irkut arbeitet auf die Zertifizierung in diesem Jahr hin. Hier im Bild zu sehen: Der erste MS-21-Testflieger mit dem russischen Triebwerk Aviadvigatel PD-14.

Mit diesen Fliegern will Russland den Markt aufmischen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies