Boeing 737 von Aeroflot mit bermudischem VQ-Kennzeichen: verliert Lufttüchtigkeit.

Bermuda handelt740 Jets von Aeroflot, S7, Utair und Co. verlieren Zulassung

Mehr als 700 russische Flugzeuge sind in Bermuda registriert. Jetzt entzieht die Regierung der Inseln den Jets von Aeroflot, S7, Utair und Co. die Zulassung und Registrierung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Vorher hat bereits das Steuerparadies Isle of Man proaktiv gehandelt. Es hat begonnen, russischen Flugzeugen die Registrierung zu entziehen. Darunter befand sich auch der imposante Airbus A340 von Putin-Freund und Oligarch Alisher Burhanovich Usmanov. Jetzt macht das auch Bermuda.

Die Zivilluftfahrtbehörde des britischen Überseegebietes hat alle Lufttüchtigkeitszeugnisse der Flugzeuge, die im Rahmen des Abkommens zwischen den Bermudas und der Russischen Föderation betrieben werden, «vorläufig ausgesetzt». Dies teilt die Bermuda Civil Aviation Authority mit. Die Flieger tragen Kennzeichen, die mit VP- und VQ- beginnen.

Bermuda verliert Einnahmen

Die internationalen Sanktionen gegen den Luftfahrtsektor, so heißt es in einer Mitteilung der Behörde, hätten sich erheblich auf die Fähigkeit ausgewirkt, die Sicherheitsaufsicht über die von Russland betriebenen Flugzeuge im Bermuda-Luftregister aufrechtzuerhalten. Das hat einerseits damit zu tun, dass die Beschaffung von Ersatzteilen durch die Sanktionen schwieriger geworden ist. Aber andererseits auch damit, dass Bermuda selbst den Sanktionen des Vereinigten Königreichs folgen wird.

Für die Luftfahrtbehörde ist das ein einschneidender Schritt. Von den rund 900 auf Bermuda registrierten Jets sind rund 740 russisch. «Wenn diese Sanktionen um weitere drei Monate verlängert werden, könnten sich die Auswirkungen auf etwa fünf Millionen Dollar belaufen», zitiert die bermudische Zeitung Royal Gazette Transportminister Lawrence Scott. «Wenn diese Sanktionen zwölf Monate andauern, wird mit Auswirkungen in Höhe von etwa 25 Millionen Dollar gerechnet.»

Alter Wunsch von Russland

Die Eigner der Flugzeuge müssen sich jetzt bemühen, die Registrierung in Russland zu erlangen. Damit beschleunigt sich ein Prozess, den Moskau eigentlich schon vor etwa einem Jahr begonnen hatte. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hatte angekündigt, dass ausländische Registrierungen bald nicht mehr erlaubt seien. Man wolle zuerst Anreize für eine russische Registrierung bieten, etwa steuerlicher Natur, dann aber auch ein Verbot per Gesetzesänderung bewirken. Das hätte etwa zum 1. Januar 2023 geschehen sollen.

Die Registrierung in Russland wurde daher bereits vereinfacht und erste Flieger wurden ins russische Register umgeschrieben. Im Dezember etwa vermeldete Utair, dass man die erste Boeing 737 umgeschrieben und mit einem russischen Kennzeichen versehen habe. Bei der Aeroflot-Flotte sind alle Superjet 100, die in Russland hergestellt werden, russisch registriert. Die Flieger ausländischer Hersteller nicht.

Steuerliche Gründe

Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat sich dieser Prozess beschleunigt. Russland hat den Prozess des Umschreibens nochmals vereinfacht. Rund 180 Flieger wurden gemäß staatlichen Angaben bereits ins russische Register überführt.

Der Hauptgrund für das Nutzen des Registers von Bermuda waren hohe Importzölle, die russische Fluggesellschaften zahlen müssen, wenn sie Flieger im Ausland kaufen und in Russland registrieren lassen. Laut dem Portal Bernews sind immer noch rund 150 der auf der Insel angemeldeten Flugzeuge von Aeroflot.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Aeroflot: Russischer Deal in Irland.

Der Aderlass im Management von Aeroflot setzt sich fort

Airbus A321 Neo von Aeroflot: Gehört einem ausländischen Lessor.

Wie Russland die Verstaatlichung von Jets vorbereitet

Der Airbus A340 von Alisher Burkhanovich Usmanov: Aktuell ohne Heimat.

Steuerparadies Isle of Man wirft Oligarchenjets raus

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies