Elektroantrieb an einem fiktiven Senkrechtstarter: Rolls-Royce setzt einen anderen Fokus.

Kein Käufer gefundenRolls-Royce schließt Elektro-Triebwerk-Sparte

Seit knapp einem Jahr will sich der Triebwerksbauer von der Sparte für Elektrotrantriebe trennen. Doch Rolls-Royce fand keinen Käufer - und schließt den Bereich nun.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ende November 2023 verkündete Rolls-Royce eine Fokussierung: Im zivilen Bereich werde das Unternehmen sich künftig auf sein Kerngeschäft mit den Triebwerken Trent (kommerzielle Langstreckenjets) und Pearl (Businessjets) konzentrieren. Außerdem auf die Entwicklung des riesigen Ultrafan-Triebwerks, mit dem Rolls-Royce in kleineren Versionen künftig womöglich auch Kurz- und Mittelstreckenjets ausrüsten will.

Dagegen kündigte Rolls-Royce die Trennung von der noch relativ neuen Sektion der Elektroantriebe an. «Wir prüfen etwa bei Rolls-Royce Electrical die Optionen für einen kurzfristigen Ausstieg», hieß es. Eine Alternative zu einem schnellen Komplettverkauf sei, nur den Großteil der Anteile zu veräußern und dann mittelfristig vollständig auszusteigen.

Verhandlungen offenbar gescheitert

Doch die Verkaufspläne sind gescheitert, wie jetzt das Magazin Aviation Week berichtet. Gerüchten zufolge habe sich das Unternehmen im Dezember 2023 im Gespräch mit einem potenziellen Käufer befunden, die jedoch nicht zu einem Verkauf führten.

Man habe «diesen Prozess nun zum nächsten Schritt überführt», erklärte Rolls-Royce gegenüber Aviation Week. Auf Nachfrage bestätigte ein Konzernsprecher gegenüber aeroTELEGRAPH, «dass der Bereich geschlossen wird». Das Unternehmen nennt weder Details noch Zeitplan für die Schließung von Rolls-Royce Electrical. Auch darauf, was dies für die Mitarbeitenden, etwa im deutschen Dahlewitz bedeutet, geht Rolls-Royce nicht ein.

Wie Rolls-Royce zu den E-Antrieben kam

Begonnen hatte alles einst mit einer Übernahme. «Rolls-Royce hat die Übernahme der Siemens Aktivitäten im Bereich der Elektro- und Hybrid-Elektro-Flugzeugantriebe (vormals eAircraft) abgeschlossen», teilte der Konzern 2019 mit. Später erweiterte Rolls-Royce den Bereich und unterschied zwischen Urban Air Mobility (Elektroantriebe für Flugtaxis für kurze Strecken) und Regional Air Mobility (Elektroantriebe für Regionalflugzeuge). Neben Deutschland ist Rolls-Royce Electrical auch in Ungarn, Großbritannien und Norwegen aktiv.

Mehr zum Thema

Evtol-Visualisierung von Rolls-Royce: Fokussierung auf andere Dinge.

Rolls-Royce will Dahlewitzer Senkrechtstarter loswerden

MTU streicht Do 228  des DLR aus Brennstoffzellen-Test-Plan

MTU streicht Do 228 des DLR aus Brennstoffzellen-Test-Plan

Rolls-Royce kauft Elektroantrieb-Sparte von Siemens

Rolls-Royce kauft Elektroantrieb-Sparte von Siemens

So soll die E5 von Electron Aerospace künftig aussehen: Der Erstflug ist für 2027 geplant.

Vom arbeitslosen Piloten zum Hersteller eines Elektrofliegers: Electron Aerospace will Regionalflüge neu erfinden

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier