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Airbus A350 F aus dem Rennen

Qatar Airways kurz vor 777X-Frachter-Order bei Boeing

Der Airline aus Katar ist die Lust auf Airbus’ A350-Frachter vergangenen. Noch 2021 könnten Qatar Airways mit einer großen Order den Startschuss für die Cargoversion der Boeing 777X geben.

aeroTELEGRAPH

Leitwerk eines Boeing 777-X-Testfliegers: Details zu einer Frachtvariante sind noch nicht bekannt.

Im Sommer 2019 war Akbar Al Baker noch interessiert. Auf die Frage von aeroTELEGRAPH, ob für ihn ein A350-Frachter verlockend wäre, sagte der Qatar-Airways-Chef damals kurz und knapp: «Ja.» Nach einer Pause fügte er an: «Verschiedene Rümpfe haben verschiedene Kapazitäten. Und wir hätten Bedarf nach der Kapazität, die einem A350 entspricht.»

Mittlerweile hat Airbus den A350-Frachter offiziell ins Angebot aufgenommen. Doch es ist noch etwas Entscheidendes passiert: Seit August hat Qatar Airways eine zweistellige Zahl an A350 in der Passagierversion gegroundet – mittlerweile sind es 20 von 53 Exemplaren. Grund sind Probleme mit der Rumpfbeschichtung und laut der Airline auch mit dem Blitzschutz.

Airbus A350F ist aus dem Rennen

Bei einer Rede vor dem Aviation Club UK  am Dienstag (30. November) warf Al Baker Airbus nun vor, keine Lösung für das Problem zu haben, ja nicht einmal richtig zu verstehen, was geschehe. Airbus’ Schwierigkeiten beim A350 würden Boeings Probleme bei der 787 in den Schatten stellen, kritisierte der Qatar-Airways-Chef, der gerne starke Worte wählt.

Auf die Frage, ob sich durch diese Probleme die Tür geschlossen habe für eine mögliche A350-Frachter-Order, sagte Al Baker «Ja», wie ein Reporter des Luftfahrtdaten-Dienstes Cirium berichtet. Dennoch habe man Bedarf nach fast 50 neuen Cargofliegern. Der Airline-Chef deutete an, dass Boeing sich die Order mit einem 777X-Frachter sichern dürfte.

777X-F-Auftrag noch vor Jahresende?

Al Baker sagte weiter, dass man die Bestellung noch vor Jahresende aufgeben könnte. Sollte es so kommen, würde Boeing damit den lang erwarteten Startschuss für das 777X-Frachter-Programm geben, den viele Beobachter schon auf der Dubai Airshow erwartet hatten.



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