Letzte Aktualisierung: um 17:48 Uhr

Flughafen Hostomel

Neue Aufnahmen zeigen geschmolzene Antonov An-225

Schon lange ist klar, dass das weltgrößte Frachtflugzeug im Krieg massiv beschädigt wurde. Neue Aufnahmen verdeutlichen nochmals, wie stark die Antonov An-225 beschädigt wurde.

Präsentiert von
Twitter/IAPonomarenko

Zerstörte Antonov An-225: Nur noch wenig übrig.

Bei Antonov träumt man weiter. Das Management des ukrainischen Flugzeugbauers hat Ende April ein Projekt gestartet, das den Wiederaufbau der An-225 zum Ziel hat. Eine Sonderkommission unter der Schirmherrschaft des staatlichen Industriekonzerns Ukroboronprom soll festlegen, was es dafür brauche.

Das XL-Frachtflugzeug mit dem Beinamen Mriya (Ukrainisch für Traum) wurde bei Kämpfen um den Flughafen Hostomel massiv beschädigt. Nach dem Abzug der russischen Invasoren aus der Region um Kiyv und so auch vom Airport, tauchten erste Aufnahmen auf, die das Ausmaß der Zerstörung der Antonov An-225 zeigten. Zu sehe war darauf, dass die obere Hälfte des Cockpits vollständig weggebrannt ist, ebenso wurde die rechte Tragfläche stark in Mitleidenschaft gezogen und ist die Rumpfsektionen hinter dem Cockpit teilweise ganz weggeschmolzen.

Bis auf den Boden herunter geschmolzene Masse

Jetzt hat ein Reporter des Kiyv Independent nochmals neue Aufnahmen im Hangar gemacht, in dem die An-225 zur Wartung untergebracht war, als die Russen den Flughafen Hostomel angriffen. Und sie machen einen Wiederaufbau zu wirtschaftlich tragbaren Kosten nochmals fraglicher. Denn die Schäden sind offensichtlich nochmals größer als gedacht.

So zeigt sich jetzt, dass die ganze vordere Hälfte der An-225 faktisch verschwunden ist. Ganz vorne ist vom Rumpf nur noch eine bis auf den Boden herunter geschmolzene Masse zu sehen. Im Bereich dahinter, bis vor das Hauptfahrwerk, ist nur noch ein Gerippe geblieben. Auch die rechte Tragfläche ist noch stärker beschädigt als zuerst angenommen, in ihre klaffen größere Löcher.

Hinterer Teil recht intakt

Der hintere Teil des Rumpfes der Mriya dagegen scheint noch recht gut intakt zu sein. Zu brauchen ist wohl bei einem Wiederaufbau faktisch nur noch wenig der alten An-225. Antonov müsste also die Teile der zweiten An-225 nutzen, die nie fertiggestellt wurde.

Wie gut sie noch in Schuss sind, ist unklar. Zudem ist mehr als fraglich, ob die Kosten, die auf drei Milliarden Dollar geschätzt werden, je wieder eingeflogen werden könnten.

 



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.