Airbus A380 mit dem Kennzeichen HL7613: Der 2011 ausgelieferte Jet wird zerlegt.

HL7613Korean Air nimmt Airbus A380 auseinander

Zehn Airbus A380 gehörten vor der Pandemie zur Flotte von Korean Air. Während einige der Doppelstock-Riesen weiterhin um die Welt fliegen, lassen die Koreaner nun den ersten zerlegen.

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Luftfahrt

Der Anblick dürfte jedem Luftfahrtromantiker Tränen in die Augen treiben. Ein babyblauer Airbus A380 steht vor einem Hangar von Asiana Airlines; das riesige Höhen- und Seitenleitwerk steht abgetrennt daneben. An der Stelle, an der das Heck eigentlich mit dem Rumpf verbunden sein sollte, klafft ein riesiges Loch. Auch die Nase der Maschine fehlt.

Damit sind die aktiven Tage des 13 Jahre alten Superjumbos mit der Kennung HL7613 von Korean Air unwiderruflich vorbei. Der A380 wird am Flughafen Seoul/Incheon zerlegt. Das Flugzeug gehört zu den ersten fünf A380, die Korean Air ab Anfang 2011 übernommen hatte. Sie alle sind seit der Pandemie nicht mehr in der Luft gewesen.

Korean Air setzt A380 in die USA ein

Während die größte Fluggesellschaft Koreas einerseits mit der A380-Zerlegung begonnen hat, sind fünf neuere der Flugzeuge weiterhin aktiv, aktuell fliegen vier, eines ist in der Wartung. Die Jets sind unter anderem nach Los Angeles und New York im Einsatz.

Warum Korean gerade jetzt mit der Zerlegung beginnt? Das dürfte daran liegen, dass A380-Ersatzteile aktuell sehr begehrt sind - und Korean auch selber welche braucht. So hatten auch die Dortmunder Investmentfirma Dr. Peters Group und VAS Aero Services erst kürzlich verkündet, vier weitere Superjumbos auseinanderzunehmen. Ziel sei die «Rückgewinnung und Weiterverteilung von stark nachgefragtem gebrauchtem A380-Material», schrieb VAS.

Korean Air setzt A380 in die USA ein

Aufsehen erregt hatte Korean Air Anfang 2023 mit der Ankündigung, für zwei Monate die Route zwischen Seoul und Taipeh mit dem A380 zu fliegen. Es war die kürzeste A380-Linienverbindung der Welt. Aktuell arbeitet die Airline daran, die Konkurrentin Asiana Airlines zu übernehmen. Die hat sechs A380, die derzeit alle im Einsatz sind.

Korean beschafft sich aber auch schon A380-Ersatz. Ende März 2024 teilte sie mit, 33 Airbus A350 zu kaufen, außerdem verhandelt die Fluggesellschaft mit Boeing über 777X.

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