Ein Airbus A380: Immer mehr werden zu Ersatzteilspendern.

Von Dortmunder FirmaVier weitere Airbus A380 werden in Ersatzteile zerlegt

Die Dortmunder Investmentgesellschaft Dr. Peters Group lässt vier weitere Superjumbos auseinandernehmen. Denn Airbus-A380-Ersatzteile sind derzeit heißt begehrt.

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In der Covid-19-Pandemie lautete die Frage, was aus all den aussortierten Airbus A380 weltweit werden soll. Denn es gab viel zu viele der riesigen Vierstrahler für eine viel zu geringe Nachfrage - das war damals die Prognose auch für die Zeit nach Corona.

Doch dann geschahen zwei Dinge: Die Nachfrage kam viel schneller und stärker zurück, als die Airlines erwartet hatten. Zugleich kommen bis heute neue Langstreckenjets langsamer an als erhofft. Allen voran die Boeing 777X, die nun ab 2025 erwartet wird.

«Auch wir mussten auf diese Teile zurückgreifen»

Als Konsequenz reaktivieren mehr Fluglinien als erwartet den A380, und das auch in größeren Stückzahlen als prognostiziert. Und durch die höhere Zahl an erneut aktiven Superjumbos werden auch die für immer stillgelegten Exemplare auf einmal wieder schnell benötigt. Und zwar als Ersatzteilspender, welche die anderen flugfähig machen und halten.

So ergeht es etwa den sechs A380, die Lufthansa an Airbus zurückverkauft hat. So sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr kürzlich: «Ich möchte auch fast so weit gehen, dass von den sechs, die uns nicht mehr gehören, nicht mehr viel übrig ist, weil alle in der Branche die Ersatzteile gebraucht haben. Auch wir mussten auf diese Teile zurückgreifen und sie in die acht Flugzeuge einbauen, die fliegen.»

Wo die vier Airbus A380 demontiert werden

Und nun werden weitere vier A380 zerlegt. Die Flugzeuge der Dortmunder Investmentfirma Dr. Peters Group werden von VAS Aero Services, einer Tochtergesellschaft der Airbus-Tochter Satair, zerlegt und verwertet. Ziel sei die «Rückgewinnung und Weiterverteilung von stark nachgefragtem gebrauchtem A380-Material», schreibt VAS.

VAS wird drei der Flugzeuge in Zusammenarbeit mit der Firma Tarmac Aerosave mit Sitz im französischen Tarbes auseinandernehmen. Dabei handelt es sich um die ehemaligen Air-France-A380 mit den Seriennummern 049 (Kennzeichen F-HPJD), 052 (F-HPJE/9H-AIY) und 067 (F-HPJG), wie VAS gegenüber aeroTELEGRAPH erklärt. Die gewonnenen Ersatzteile werden in Europa gelagert, um Kunden aus Europa und dem Nahen Osten zu versorgen.

Auch erster je zerlegter A380 kam von Dr. Peters

Den vierten Flieger wird VAS bei Asia Pacific Aircraft Storage im australischen Alice Springs zerlegen und die Teile für den Markt in Australien/Ozeanien/Südostasien nutzen. Es ist der A380 mit der Seriennummer 051, der einst als 9V-SKK für Singapore Airlines flog.

Dr. Peters Group und VAS hatten einst die allererste Zerlegung eines A380 vorgenommen und danach drei weitere der Flugzeuge folgen lassen. Mit dem neuen Auftrag wird die Zahl somit auf acht gemeinsam auseinandergebaute Superjumbos steigen.

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