Kingfisher-Präsident Vijay Mallya: Große Sorgen.

Katastrophen-Samstag für Kingfisher

Die kriselnde indische Fluggesellschaft lässt zahlreiche Flüge ausfallen - weil sich ihre Angestellten weigern, zu arbeiten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Krise bei der Airline spitzt sich offenbar gerade dramatisch zu. Wie indische Medien berichten, begannen die neusten Probleme am Freitag. In der ostindischen Millionenstadt Kolkata (früher Kalkutta) weigerte sich das Personal von Kingfisher Airlines, seinen Dienst zu tun. Denn seit zwei Monaten erhalten sie nun schon keinen Lohn mehr. Der spontane Streik wurde am Samstag fortgesetzt. Auch in Delhi, Bhubaneswar, Lucknow, Patna, Srinagar und Hyderabad kam es zu Ausfällen von Flügen. Am Samstag wurden dann landesweit ohne Warnung kurzfristig mehrere Flüge annulliert, wie die Zeitung The Hindu Business online schreibt. Zu den Personalproblemen kamen zwei Pannenflieger hinzu, die nach Vogelschlag und einer geborstenen Windschutzscheibe ausfielen.

Das Management spielt die Probleme herunter. «Wir führen rund 200 unserer täglichen Flüge normal durch. Vielleicht 20 bis 30 wurden bis am nächsten Sonntag, dem 26. Februar, gestrichen oder zusammengelegt», erklärte Unternehmensleiter Sanjay Aggarwal der Zeitung The Times of India. Man ziehe sich von nirgends zurück und zehn stillgelegte Flieger würden bald wieder in Verkehr gesetzt. «Wir sprechen mit Investoren und die Fluglinie bekommt bald frisches Geld», so Aggarwal weiter. Doch ein Manager der Flughafenaufsichtsbehörde sagte vergangene Woche: «Die Krise bei Kingfisher wird jeden Tag schlimmer». So habe man von der Airline die Begleichung von Schulden über 2,5 Milliarden Rupien (38 Millionen Euro / 47 Millionen Franken) verlangt. Daraufhin habe man einen Check über 140 Millionen zugeschickt bekommen - der dann aber nicht gedeckt gewesen sei, wie die Times of India schreibt.

Hoher Verlust

Verschärfend wirkt sich aus, dass erste Reisebüros offenbar zumindest vorübergehend nicht empfehlen, mit der Airline zu fliegen. «Es ist offensichtlich keine gute Zeit, um mit Kingfisher zu reisen. Wir raten unseren Kunden, wegen der Annulationen und dem unklaren Staus nicht Kingfisher zu buchen», erklärte ein Angestellter von Cosmos Agencies in Mumbai dem Hindu Business. Das lässt die Einnahmen noch weiter sinken und führt in eine fatale Abwärtsspirale. Im dritten Quartal 2011 verlor die Fluggesellschaft des bekannten Milliardärs und Formel-1-Sponsors Vijay Mallya 4,4 Milliarden Rupien (68 Millionen Euro / 82 Millionen Franken).

Mehr zum Thema

ticker al hind air

Al Hind Air und Fly Express: Zwei neue Fluglinien können in Indien starten

Airbus A320 von Indigo: Der Flugplan der Airline ist fast komplett zusammengebrochen.

Indigo streicht 1000 Flüge - nichts geht mehr in Dehli und Chennai

Cockpit: Crews kämpfen oft mit Müdigkeit.

Gefährliche Müdigkeit im Cockpit: Indien führt verpflichtende Anti-Erschöpfung-Schulungen ein

Blick auf die Piste 10/28 des Flughafens Noida.

Delhis zweiter Flughafen ist startklar - mit Schweizer Know-how und indischer Wachstumsdynamik

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack