Airbus A340 von Air Namibia: Die Airline bleibt angeschlagen.

Flugverbot aufgehobenGericht rettet Air Namibia in letzter Sekunde

Die Verkehrsbehörde des Landes entzog der kriselnden Nationalairline die Lizenz. Doch ein Gericht hat die Maßnahme aufgehoben, Air Namibia kann weiterfliegen. Ihre Probleme sind damit nicht gelöst.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Transport Commission of Namibia schrieb Anfang der Woche einen Brief an Geschäftsführer Elia Erastus und Aufsichtsratspräsident Escher Luanda. Man entziehe Air Namibia die Genehmigung zur Durchführung von Linienflügen bis zum 22. Juli. Nur noch Charterflüge seien möglich, teilte die Behörde den beiden höchsten Vertretern der nationalen Fluggesellschaft mit.

In ihrem Brief erläuterte die Behörde: «Die Kommission hat neben ihrer Besorgnis über die finanzielle Situation von Air Namibia auch Kenntnis von einem fehlgeschlagenen Sicherheitsaudit der Iata». Eine Fluggesellschaft müsse aber «finanziell in der Lage sein, einen sicheren, zufrieden stellenden und zuverlässigen Betrieb» zu gewährleisten und das sehe man derzeit bei der Nationalairline nicht, so die Transport Commission. Mehrmals habe man das Management aufgefordert, zu den im so genannten Iosa-Audit aufgeführten Sicherheitsmängeln einen Bericht abzuliefern, das sei aber nicht geschehen.

Lizenzentzug aufgehoben

Für Air Namibia ist der Lizenzentzug fatal. Denn aktuell verdient sie wenigstens mit Inlandsflügen etwas Geld. Die Corona-Krise bringt der Fluggesellschaft einen Verlust von umgerechnet mindestens 59 Millionen Euro, wie die Führung kürzlich erklärte. Und schon vorher schrieb sie chronisch rote Zahlen und musste vom Staat immer wieder finanziell gestützt werden.

Immerhin währte der Schock nicht lange: offenbar hat Air Namibia erfolgreich interveniert. Das oberste Gericht des Landes hat den Entzug der  Genehmigung für Linienflüge am Mittwoch (8. Juli) aufgehoben. Man führe deshalb alle Inlandsflüge weiterhin durch, so die Fluglinie in einer Mitteilung. Die finanziellen Probleme und die Sicherheitsmängel, die sind freilich weiterhin nicht behoben. Staatspräsident Hage Geingob hatte zuletzt dafür plädiert, Air Namibia wegen der chronischen Defizite zu liquidieren.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Air Namibia: Flug ins Ungewisse.

Staatschef will Air Namibia liquidieren

Airbus A319 von Air Namibia: Zum Großteil wieder im Betrieb.

Air Namibia wird erneut mit Staatsgeld über Wasser gehalten

Startender Airbus A319 von Air Namibia: Die Airline steckt in Turbulenzen.

Air Namibia in schweren Turbulenzen

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack