Airbus A340 von Air Namibia: Die Airline bleibt angeschlagen.

Flugverbot aufgehobenGericht rettet Air Namibia in letzter Sekunde

Die Verkehrsbehörde des Landes entzog der kriselnden Nationalairline die Lizenz. Doch ein Gericht hat die Maßnahme aufgehoben, Air Namibia kann weiterfliegen. Ihre Probleme sind damit nicht gelöst.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Transport Commission of Namibia schrieb Anfang der Woche einen Brief an Geschäftsführer Elia Erastus und Aufsichtsratspräsident Escher Luanda. Man entziehe Air Namibia die Genehmigung zur Durchführung von Linienflügen bis zum 22. Juli. Nur noch Charterflüge seien möglich, teilte die Behörde den beiden höchsten Vertretern der nationalen Fluggesellschaft mit.

In ihrem Brief erläuterte die Behörde: «Die Kommission hat neben ihrer Besorgnis über die finanzielle Situation von Air Namibia auch Kenntnis von einem fehlgeschlagenen Sicherheitsaudit der Iata». Eine Fluggesellschaft müsse aber «finanziell in der Lage sein, einen sicheren, zufrieden stellenden und zuverlässigen Betrieb» zu gewährleisten und das sehe man derzeit bei der Nationalairline nicht, so die Transport Commission. Mehrmals habe man das Management aufgefordert, zu den im so genannten Iosa-Audit aufgeführten Sicherheitsmängeln einen Bericht abzuliefern, das sei aber nicht geschehen.

Lizenzentzug aufgehoben

Für Air Namibia ist der Lizenzentzug fatal. Denn aktuell verdient sie wenigstens mit Inlandsflügen etwas Geld. Die Corona-Krise bringt der Fluggesellschaft einen Verlust von umgerechnet mindestens 59 Millionen Euro, wie die Führung kürzlich erklärte. Und schon vorher schrieb sie chronisch rote Zahlen und musste vom Staat immer wieder finanziell gestützt werden.

Immerhin währte der Schock nicht lange: offenbar hat Air Namibia erfolgreich interveniert. Das oberste Gericht des Landes hat den Entzug der  Genehmigung für Linienflüge am Mittwoch (8. Juli) aufgehoben. Man führe deshalb alle Inlandsflüge weiterhin durch, so die Fluglinie in einer Mitteilung. Die finanziellen Probleme und die Sicherheitsmängel, die sind freilich weiterhin nicht behoben. Staatspräsident Hage Geingob hatte zuletzt dafür plädiert, Air Namibia wegen der chronischen Defizite zu liquidieren.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Air Namibia: Flug ins Ungewisse.

Staatschef will Air Namibia liquidieren

Airbus A319 von Air Namibia: Zum Großteil wieder im Betrieb.

Air Namibia wird erneut mit Staatsgeld über Wasser gehalten

Startender Airbus A319 von Air Namibia: Die Airline steckt in Turbulenzen.

Air Namibia in schweren Turbulenzen

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Video

starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies