Airbus A319 von Air Namibia: Flug ins Ungewisse.

Chronische VerlusteStaatschef will Air Namibia liquidieren

Die Nationalairline des afrikanischen Landes überlebt seit Jahren nur dank Staatsgeldern. Die Corona-Krise verschärft die Situation. Der Staatspräsident droht mit dem Ende von Air Namibia.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon vor der Corona-Krise stand es nicht gut um Air Namibia. Im Januar musste die Regierung die Nationalairline mit einer neuerlichen Kapitalspritze retten. 578 Millionen Namibia-Dollar oder mehr als 34 Millionen Euro bekam das Unternehmen damals.

Dass das neue Geld nicht reichen würde, die Fluggesellschaft langfristig über Wasser zu halten, war von Anfang an klar. Im Frühling wollte die Regierung deshalb entscheiden, ob sie noch einmal mehr Mittel zur Verfügung stellt.  In den letzten Jahren hat sie schon mehr als eine halbe Milliarde Euro in die chronische defizitäre Fluglinie gesteckt.

Die Pandemie machte alles noch schlimmer

Dann kam die Covid-19-Pandemie und die Lage verschlimmerte sich. Auch Air Namibia musste die Flüge wegen des landesweiten Lockdowns und Reisebeschränkungen weltweit einstellen. 59 Millionen Euro dürfte die Fluglinie deswegen verlieren, schätzte das Management.

Jetzt hat sich Staatspräsident Hage Geingob zur Nationalairline geäußert. «Air Namibia muss liquidiert werden, sagte er am Donnerstag (4. Juni) in seine Rede zur Lage der Nation. Die Fluggesellschaft mache keine Gewinne und müsse immer wieder gerettet werden. Das könne so nicht weitergehen. Daher müsse sie «dringend liquidiert und restrukturiert» werden. Details, was genau er mit Liquidierung und Restrukturierung meint, gab Geingob nicht preis.

Seit Jahrzehnten Verluste

Doch mehr Rettungsgelder dürfte die Fluggesellschaft vorerst nicht erhalten. Namibias Finanzminister Calle Schlettwein fand im vergangenen Herbst deutliche Worte: «In den letzten 29 Jahren verging nicht eines, in denen Air Namibia etwas zur Staatskasse beigetragen hat».

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Air Namibia: Zum Großteil wieder im Betrieb.

Air Namibia wird erneut mit Staatsgeld über Wasser gehalten

Startender Airbus A319 von Air Namibia: Die Airline steckt in Turbulenzen.

Air Namibia in schweren Turbulenzen

A340 von Air Namibia in Frankfurt: Die Airline hat finanzielle Probleme.

Staat hält Air Namibia am Leben

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin