Damit endeten mehr als 50 Jahre Jumbo-Geschichte. Die Boeing 747 war von Beginn an auch als Frachter gedacht. Deshalb sitzt das Cockpit im Oberdeck, und die Nase lässt sich hochklappen. Den Anfang machte die Boeing 747-200F, die Lufthansa im März 1972 übernahm. Es folgten die 747-400F, ihre Langstreckenvariante 747-400ERF und schließlich die 747-8F. Laut CH-Aviation lieferte Boeing bis 2023 insgesamt 381 Jumbo-Frachter ab Werk aus. 239 davon fliegen heute noch für 33 Airlines.
Boeing hat 333 Boeing 777-Frachter ab Werk ausgeliefert
Im November 2004 kündigte Boeing mit der 777 F einen neuen Großraumfrachter an. Als Basis wählte der Hersteller die kürzere Langstreckenvariante 777-200LR und nicht die größere 777-300ER. Laut Boeing bot sie Frachtairlines die beste Kombination aus Reichweite und Nutzlast. Eine Frachtversion der 777-300ER hätte zudem wohl direkt mit dem eigenen Jumbo-Frachter 747-400F konkurriert.
Am 14. Juli 2008 hob die Boeing 777 F zum ersten Mal ab, im Februar 2009 übernahm Air France als Erstkundin das erste Exemplar. Die Boeing 777 F trägt bis zu 102 Tonnen über rund 9000 Kilometer. Laut CH-Aviation hat Boeing bisher 333 Exemplare ausgeliefert, 322 davon sind aktuell bei 32 Airlines im Einsatz. Damit hat die Boeing 777F den Jumbo als meistgenutzten Frachter ab Werk abgelöst.
Es fliegen kaum noch Umbau-Jumbos
Das gilt auch, wenn man die zahlreichen Umbauvarianten mitzählt. Laut CH-Aviation sind heute 40 umgebaute Jumbos im Einsatz. Die meisten betreibt Kalitta Air mit sieben Exemplaren, gefolgt von Atlas Air mit sechs. Und sogar drei Frachter der alten Generation sind noch unterwegs: zwei 747-200 und eine 747-300. Die 747-200 von Fly Pro etwa wurde bereits 1987 gebaut. Eine Weitere wird im Iran gerade gewartet. Von der 777 sind immerhin elf umgebaute Exemplare im Einsatz. Insgesamt fliegen damit 333 Frachter der 777, aber nur noch 279 der 747.
Atlas Air erhielt zwischen 2011 und 2015 zehn Boeing der 747-8-Frachter. Boeing
Laut Boeing stellt die 777 F inzwischen rund 40 Prozent der weltweiten Frachterkapazität, wie das Fachportal Air Cargo News berichtet. Die Flugzeuge sind demnach im Schnitt mehr als 17 Stunden am Tag in der Luft, 2025 kam jede 777 F so auf rund 6250 Flugstunden. Von allen Frachtflügen über mehr als 11.100 Kilometer entfallen 80 Prozent auf die 777 F. Den Wert der Waren, die sie im vergangenen Jahr beförderte, beziffert Boeing auf rund 4 Billionen Dollar.
Airbus spielt bisher keine große Rolle
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