Ex-Air-Albania-Airbus ist in Russland wider aufgetaucht: Das Flugzeug ist über den Oman nach Moskau geflogen.

North-West Air CompanyRussische Airline besorgt sich über Umwege einen Airbus A320 - erneut über den Oman

Bis April stand er eingelagert in Istanbul. Dann startete der Airbus A320 Richtung Oman und tauchte einen Monat später unter russischer Registrierung in Moskau auf. Die Betreiberin hat bereits mehrere westliche Flugzeuge so nach Russland geholt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Dass die russische Luftfahrt aufgrund der westlichen Sanktionen leidet, ist keine Neuigkeit. Russland versucht seit 2022 auf verschiedenen Wegen, die im Land gebliebenen Flieger von ATR, Airbus, Boeing, De Havilland Canada und Embraer weiter betreiben zu können. Das Engagement reicht vom Nachbau westlicher Ersatzteile über die Verlängerung bestehender Betriebsgenehmigungen bis hin zu einem eigenen, unabhängigen Luftfahrtregister.

Und immer wieder gelangen auch neue westliche Flugzeuge ins Land - oft via den Oman. Im Sommer 2024 wurde ein Airbus ACJ320 mit Zwischenstopp in Muscat nach Moskau überführt. Ein Jahr später tauchten drei Airbus A330 über den gleichen Weg im ebenfalls von den Sanktionen betroffenen Belarus auf. Am 15. Mai ist nun ein Airbus A320 in Moskau aufgetaucht, der bis April noch in Istanbul eingelagert war. Und auch er reiste via den Oman.

Airbus A320 flog für Etihad und Air Albania

Der A320 wurde einst in Toulouse gebaut und 2011 an Etihad Airways ausgeliefert. Bei der Golfairline blieb er bis 2022, davon die letzten beiden Jahre allerdings war er wegen der Pandemie geparkt. Neuer Besitzer wurde die Leasinggesellschaft GA Telesis, die das Flugzeug von März 2023 bis Oktober 2025 an Air Albania verleaste.

Nach der Rückkehr aus Tirana wurde der Airbus A320 bis Mitte April in Istanbul eingelagert. Am 16. April startete er Richtung Oman, um einen Monat später unter der neuen russischen Registrierung RA-73899 in Moskau wieder aufzutauchen. Laut Bildern aus den sozialen Medien trägt er noch die Lackierung von Air Albania.

North-West Air Company keine Unbekannte

Betrieben wird der Airbus jetzt von der North-West Air Company, die sich auf die Verwaltung von Geschäftsreiseflugzeugen, Charterflüge und Flugzeugverkäufe spezialisiert hat. Sie betreibt aktuell 18 Flugzeuge, darunter mehrere Businessjets sowie den Airbus ACJ320, der im Sommer 2024 nach Russland gelangt ist.

Doch warum ausgerechnet über den Oman? Das Land trägt die westlichen Sanktionen gegen Russland nicht mit. Ein Zwischenstopp in Muscat verschleiert die Route und ermöglicht einen unauffälligen Eigentümerwechsel. Erst im Februar 2026 berichtete aeroTELEGRAPH über eine früher in Genf stationierte Bombardier Global 6000, die nach einem Verkauf Ende 2025 mit russischer Registrierung wieder auftauchte. Neue Betreiberin auch dort: North-West.

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier