Boeing 767 von United: Neue Exemplare gibts wohl nicht mehr.

Meinung geändertBoeing holt Passagier-767 nicht aus Mottenkiste

Der Flugzeugbauer überlegte sich, die Produktion der Passagiervariante der Boeing 767 wieder aufzunehmen, weil eine Order von United lockte. Dazu kommt es wohl doch nicht.

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In Seattle traf man bereits erste Abklärungen. Boeing fragte vergangenes Jahr Zulieferer und Mitarbeiter an, ob eine Verdoppelung der Produktion bei der 767 machbar sei. Der Grund: Es gab die Chance auf eine große Order. Kurze Zeit später bestätigte United Airlines, «Informationen über verschiedene Langstreckenflugzeuge» angefordert zu haben, so auch die 767.

Für Boeing wäre eine Order eine kleine Sensation. Die 767 wurde letztmals 2014 als Passagierflugzeug gebaut. Seither rollen nur noch Frachtversionen aus den Fabriken.

Konfiguration beisammen

Nun scheint es aber so, dass es doch nicht dazu kommen wird. «Die 767 in der Passagierversion zurückbringen? Ich glaube nicht daran», sagte Boeing-Manager Randy Tinseth am Montag (5. März) bei einer Konferenz in San Diego.

Die 767 wäre für Boeing eine Möglichkeit gewesen, Kunden eine günstige Zwischenlösung anzubieten, bis ihr neues Flugzeugmodell zur Verfügung steht, das wohl 797 heißen dürfte. Tinseth sagte, man mache dabei Fortschritte. «Wir haben die Konfiguration langsam beisammen», erklärte er gemäß der Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf die 797.

United schaut auf 797

Ein Verzicht auf die Wiederaufnahme der Produktion der Passagier-767 könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass die 797 kommt. Sie soll 2024 oder 2025 an den ersten Kunden ausgeliefert werden. Später darf es gemäß Tinseth nicht werden. «Das wäre eine Herausforderung. Fluggesellschaften müssen ihre 757 und 767 ersetzen.»

Bei Boeing scheint man sich also sicher zu sein, dass es dazu nicht kommt. Mit ein Grund: United hat selbst Interesse an der 797 bekundet. Von der 767 hat sie zuletzt nicht mehr gesprochen.

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