Boeings Auslieferungscenter in Seattle (hier im Juni 2022): Noch genug Jets da.

Noch nicht ausgeliefertBoeing hat noch immer viele 737 Max und 787 auf dem Hof stehen

Der Flugzeugbauer sitzt immer noch auf vielen unausgelieferten 737 Max und Dreamliner. Nun nennt Boeing konkrete Zahlen - und ein Datum, an dem alle Jets bei den Kunden sein sollen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die vergangenen Jahre waren hart für Boeing. Bei zwei Abstürzen von Boeing 737 Max in den Jahren 2018 und 2019 starben 346 Menschen. Das Modell musste danach lange am Boden bleiben, in Boeings Heimat USA bis Ende 2020, in vielen anderen Ländern länger.

Zugleich begannen im Herbst 2020 die Probleme bei der Produktion der 787. Abgesehen von einer kurzen Phase im Frühjahr 2021 durfte der amerikanische Flugzeugbauer den Dreamliner bis August 2022 nicht ausliefern. Hinzu kam die Corona-Krise.

Viele 737 Max für chinesische Kunden

Während des Groundings der 737 Max und des Lieferstopps der 787  musste der Hersteller immer mehr fertig gebaute Jets parken. Bei der 737 Max waren es zeitweise rund 450 Flugzeuge. Mittlerweile ist die Zahl deutlich gesunken.

«Wir haben das Jahr mit 250 Max im Bestand beendet», sagte Boeing-Finanzchef Brian West am 25. Januar im Analysten-Gespräch über das Jahr 2022. Bei 30 dieser 250 Flugzeuge handele es sich um Exemplare der noch nicht zertifizierten Versionen Max 7 und Max 10. «Und wir hatten 138 für Kunden in China», erklärte West.

Lager soll sich bis Ende 2024 leeren

Da China und seine Fluglinien die Rückkehr der Max lange verzögerten, hatte Boeing im Herbst 2022 mit dem Gedanken gespielt, die für chinesische Kunden bestimmten Flugzeuge anderweitig zu verkaufen. Mitte Januar 2023 hob aber erstmals wieder eine Max im chinesischen Liniendienst ab, was die Aussichten deutlich verbesserte.

Insgesamt sagte West zu den geparkten 737 Max: «Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die meisten Flugzeuge aus dem Bestand bis Ende 2024 ausgeliefert sein werden.» Das sei auch die zeitliche Zielsetzung für die Exemplare der Boeing 787, die schon produziert, aber noch nicht ausgeliefert wurden - 100 waren es laut dem Finanzchef Ende 2022.

Bis zu fünf Monate pro Boeing 787

Boeing hat die Produktionsprobleme zwar behoben und darf die 787 seit August 2022 wieder ausliefern. Doch das geht langsam voran, da an den bereits produzierten Jets Nacharbeiten nötig sind. Der ganze Prozess, der damit beginnt, dass das Flugzeug aus der Lagerung geholt wird, bis hin zur Auslieferung kann bis zu fünf Monate dauern.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max: In China inmer noch nicht erwünscht.

Boeing will chinesische 737 Max in Indien loswerden

Dreamliner bei Boeing: Viel Zeit für Nacharbeiten nötig.

Warum Boeing die 787 nur im Schneckentempo ausliefert

Boeing 737 Max von China Southern: Tatsächlich steht auch dieser Flieger derzeit am Boden.

Erstmals hebt in China wieder eine Boeing 737 Max im Liniendienst ab

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier